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- Kategorie: Thailand und Burma 14 - Teil Thailand
Die Südspitze von Phuket
Das ausgezeichnete Frühstück unseres Hotels benötigte recht viel Zeit, so dass wir erst gegen 9 Uhr reisebereit waren. Wäschereien sind auf Phuket allgegenwärtig, in sehr vielen Geschäften wird dieser Service offeriert. Unsere Dreckkleider wurden gerne entgegen genommen und sofort per Motorrad in eine zentrale Wäscherei gebracht. Bereits um 16 Uhr war sie wieder sauber zusammengelegt und die Hemden gebügelt. Ein sehr guter Service, der zudem noch ausgesprochen preiswert ist. CHF 1.50 pro kg Wäsche - unglaublich. Gemäss der bereitliegenden Liste wird der Service im Hotel ebenfalls angeboten, die Preise sind im Vergleich dazu geradezu lächerlich: Ein Hemd CHF 3.50 plus zusätzlich CHF 2.00 für das Bügeln, eine Unterhose CHF 2.00 und ein Pyjama CHF 5.00.
Unsere Haare wurden ebenfalls gezähmt, nun sind wir bereit für den Rest dieser Reise.

Um das Jahr 2000 hatten einige lokale Freunde die Idee, an einer der schönsten Aussichtsstellen Phukets eine grosse Buddha-Statue zu errichten. 2009 wurde die ausschliesslich aus Spenden finanzierte Konstruktion beendet. Der Big Buddha misst 45 m in der Höhe und 25 Umfang an der Basis. Von letzterer Basis aus geniesst man einen wunderbaren Überblick über die Insel, diese 360 Grad Rundsicht ist alleine schon einen Besuch wert. Viele Thais haben Backsteine gespendet, welche für den Bau verwendet wurden. Auf diesen können sie persönliche Mitteilungen schreiben, welche so für die Nachwelt erhalten bleiben.

Die umgebende Anlage ist noch nicht fertiggestellt, an dieser Mauer ragen noch die Armierungseisen heraus. Oder sollen sie die Flucht Buddhas verhindern?

Ein grosser Gong wird nicht geschlagen, vielmehr wird er in der Mitte mit beiden Händen gerieben, so dass er bei richtiger Frequenz zu singen beginnt. Das habe ich so noch nie gehört. Auch schaffen dies nicht alle Pilger doch sobald der Ton erklingt, wir sofort geklatscht.

Armierungseisen dienen hier als Aufhänger für kleine Glocken, welche die Pilger mit einer Bemerkung oder auch nur ihrem Namen hinhängen. Pilger läuten viele der Glöckchen, wenn sie vorbei gehen, was zu einer angenehmen Geräuschkulisse verhilft.

Ein Baum muss ebenfalls als Hängeplatz für die Glocken herhalten. Der Wind verrichtet hier den Anschlagservice.

Am südlichen Ende der Insel liegt das Phromthep Cape, wo den Besucher eine schöne Sicht auf das Meer erwartet. Für Sonnenuntergänge fahren Busse ganze Touristenladungen hier hin. Wir hatten keine Lust auf den Sonnenuntergang zu warten.
Das kleine Heiligtum gilt den Elefanten: Hunderte von kleineren und auch grösseren Figuren werden hier deponiert. Pilger schmücken die Figuren mit Blumenkränzen, welche sie bei der Anreise kaufen.

Einige der kleinen Figuren in der für die Grautiere üblichen Gestik der Begrüssung und Beschnupperns.

Die Seuche der Selfies hat auch Asien erreicht. Viele junge Besucher rennen mit ihren Stecken herum, an deren Spitze ein Smartphone oder eine andere Kamera befestigt ist. Damit schiessen sie Bilder der Landschaft oder auch von Denkmälern, immer mit ihrem Portrait davor. Die Umwelt wird so einfach nur zur Staffage. Schade, aber ich bin vermutlich einfach zu alt für diesen modischen Furz.
