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- Kategorie: Down Under 09/10 - Thailand 09
Nördlichster Punkt unserer Thailand Reise, Tee und Mekong
Nachdem wir am Morgen bei Nebel (!) aufwachten, gings los in Richtung Norden, zum Goldenen Dreieck. Wir wählen eine kurvige Strasse, die uns auf gut 1'100 m.ü.M. brachte. Dort wird auch in Thailand Tee angebaut und verarbeitet. Teeplantagen sind überall auf der Welt sehr fotogen, da sie die Landschaft fast zwangsläufig in einen Park verwandeln.

Die Pflückarbeiten werden meist von Frauen ausgeführt, die Männer arbeiten in der Fabrik, wo der Tee fermentiert und in Beutel abgepackt wird. Pflücken ist sehr anstrengend. Es werden meist nur die obersten drei Blätter eines Triebes geerntet, diese werden mit Mittel-, Zeigefinger und Daumen abgenommen und dann in einen mitgeführten Sack gelegt. Die Pflückfinger leiden unter den harten Trieben, die oft ins Fleisch einschneiden.

Pflückerinnen werden per Kilo geerntetem Tee bezahlt und nicht nach der Zeit, welche sie arbeiten. Damit stehen sie ständig unter einem grossen Druck, trotz allem sind sie meist fröhlich und schwatzen während der Arbeit.

Nach dem Teebesuch ging es an den nördlichsten Punkt unserer Reise, den Grenzübergang nach Burma. Wir wollten die Grenze aber nicht überqueren und folgten dem Fluss in Richtung Osten, wo sich in Sop Ruak ein schöner Blick auf das Goldene Dreieck bietet. Golden Triangle ist ein Name vergleichbar dem Dreiländereck in der Schweiz, hier stossen die drei Länder Thailand, Burma und Laos aneinander. Die Grenze wird von den Flüssen Mae Sai und Mae Kong gebildet, letzterer ist auch der Namensgeber für den weiteren Flusslauf, in unseren Breiten besser als Mekong bekannt.

Wie überall wacht Buddha auch hier über die Grenze und den Fluss, in der Abendsonne strahlt das Gold noch viel schöner.
