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- Kategorie: Thailand und Burma 16
Ein goldener Tag in Chiang Mai
Wie der Titel schon sagt, war heute einmal mehr Gold angesagt.In der Altstadt von Chiang Mai gibt es eine Vielzahl von Tempeln, grössere und kleinere. Auch sind immer mehrere Buddha-Statuen dabei. Die meisten selbstverständlich in Gold.

Eine der schönsten Anlagen besuchten wir gleich zu Beginn unseres Besuches, den Wat Chedi Luang. Im Gegensatz zu den meisten Anlagen in Myanmar zeigen die thailändischen Wats den Reichtum des Landes. Das Wetter war heute für einen Besuch ausgezeichnet. Die Sonne war oft durch Wolken verdeckt, so dass der Boden in den Tempelanlagen nicht allzu heiss war. Meist müssen auch hier die Schuhe ausgezogen werden und wenn die Böden voll von der Sonne beschienen werden, ist das Gehen darauf sehr unangenehm.
Leider werden die Frauen auch in Thailand diskriminiert. Sie dürfen Teile dieser Anlage nicht betreten, da sie diese beschmutzen und beleidigen würden. Diese Regel stammt sicher von Buddha … Auch wenn sich Männer unziemlich kleiden kann dies schwierige Folgen nach sich ziehen. Sogar soziale Unrast könnte bei Nichtbeachtung der Regeln entstehen.
Sogar das Innere eines kleinen Tempels überquillt von Prunk. Einen angenehmen Kontrast zum Gold bilden die weissen Lotusblüten, welche im Vordergrund in den Vasen geopfert werden.
Der Chedi wurde seit meinem Besuch vor zwei Jahren mit goldfarbenem Metall überzogen. Sogar die Elefantenfiguren, welche aus der Basis der Struktur hervor kommen, sind hier gülden.
Im Haupttempel war gerade eine Zeremonie im Gang, während der ein Mönch über einen Lautsprecher verstärkt dauernd einen monotonen Singsang verbreitete.
In diesem Movie sieht man die Mönche, welche gerade singen.

Direkt neben der Anlage des Wat Chedi Luang steht ein sehr alter Tempel, der aus Teak-Holz erbaut wurde. Das wenige Gold am Dach lässt ihn sehr edel wirken, dies ohne die sonst übliche orgiastische Vergoldung.
Ausserhalb der Anlage verkauft ein ambulanter Früchtehändler allerlei saisonale Produkte. Zur Zeit sind gerade die Durian im Angebot, welche von vielen Thais geliebt werden. Touristen meiden sie eher, die Frucht heisst umgangssprachlich auch „Stinkfrucht*.
Die verschiedenen Buddha-Statuen in einer anderen Anlage sind selbstverständlich ebenfalls vergoldet. Diese werden aber nicht mit goldfarbenem Metall verkleidet, sondern mit echtem Blattgold überzogen.
Paul fand Gefallen an dieser Buddha-Figur, die in einer unüblichen Position sitzt. Auch hier gibt es einen massiven Tresor, in welchem die Spenden der Besucher hinterlassen werden können. Wollte man bei jeder Spendegelegenheit etwas Geld deponieren, würde das Reisebudget auch bei jeweils kleinen Beträgen nicht weit reichen.
Die Treppen der Tempel werden hier oft mit symbolischen Schlangen verziert, selbstverständlich auch sie in goldener Farbe.
Die Aussenfassaden der Tempel sind ebenfalls meist sehr stark verziert. Treppen, Tür- und Fensterrahmen und auch die Dächer selber sind immer stark verziert.
Bei diesem Chedi ist nur die Spitze vergoldet, die Elefanten an der Basis sind (noch?) steinern. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit und der Spenden, bis auch sie eingepackt werden. Mir persönlich gefallen sie so besser.
Am Nachmittag holten wir unseren Mietwagen beim Flughafen ab. Dazu nahmen wir ein Tuk-Tuk von der Altstadt hinaus zum Terminal. Eher unüblich wurden wir von einer Frau gefahren, ich sah noch nie eine Frau als Fahrerin. Sie machte ihren Job ausgezeichnet und freute sich auch über ein kleines Trinkgeld.
Den Abschluss des Tages machte ein Besuch bei einer Tempelanlage ausserhalb der Stadt. Wat Phra Doi Sutep liegt auf knapp 1’300 m.ü.M. und bietet neben der schönen Anlage auch einen guten Überblick über die Stadt und die Umgebung. Die Strasse hinauf ist jedoch nichts für Kurvenhasser. Mich erinnern die Kringel des Strassenverlaufs irgendwie an die Thai-Schriftzeichen.
Der Blick über die Stadt mit der Tempelanlage im Rücken zeigt für einmal viel Grün. Die Vegetation im Norden Thailands ist sehr üppig, auch in der Stadt selber gibt es viele Parks und Bäume entlang der Strassen. Das Grün ist eine Wohltat für die gold-geplagten Augen.
Als ich mich umdrehte, hatte mich die Fülle wieder. Die Chedi ist eine der wichtigsten in dieser Gegend und dementsprechend dekoriert. Die Gläubigen umrunden sie auf einem schmalen Rundweg im Uhrzeiger-Sinn, die meisten mit einer Lotusblüte in den Händen.
Einige kleinere Buddha-Figuren als ein Detail aus der Fülle. Am Absperrgitter hinterlassen viele Gläubige kleine metallene Glocken, welche aus der Nähe zu Buddha die Wünsche der Spender erfüllen sollen.
