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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Der letzte Tag in Sri Lanka
Ich bin immer wieder erstaunt, dass viele meiner Bilder vom Essen handeln. So auch heute, an unserem letzten Tag in Sri Lanka. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in Richtung Colombo, wo wir der Srilankan Airline einen Besuch abstatten mussten, da ich meinen Rückflug in die Schweiz umbuchen wollte. Einfach gesagt, sehr aufwendig getan. Etwas mehr als eine Stunde dauerte die Prozedur, bis schliesslich das neue Ticket ausgestellt war. Obwohl die nette Dame über einen Computer verfügte, musste sie alle Daten ohne moderne Software erfassen. Das Buchungssystem vieler Airlines sieht noch so aus, wie es in der Steinzeit der Informatik programmiert wurde. Kein GUI (Graphical User Interface), noch richtig stiere Bildschirm-Masken.

Ein Schriftzug, der in Sri Lanka sehr häufig am Strassenrand zu sehen ist, erscheint hier gerade doppelt. Einerseits in gelber Schrift auf der roten Tafel und andererseits in rot auf der Tafel im Vordergrund. Beide Zeichen sind dieselben, lediglich in einer etwas anderen Schrift geschrieben. Ihre Bedeutung ist „bath", was so viel wie Reis heisst. Gleichzeitig wird es aber auch allgemein für Essen und Restaurant verwendet. Ein deutlicher Hinweis auf die Wichtigkeit von Reis im täglichen Leben der einheimischen Bevölkerung. Andrew sagte uns, dass sein 6-Personen Haushalt pro Tag ein kg Reis verbraucht. Er kaufte unterwegs heute noch 30 kg Reis ein. Ungläubig staunte er, als ich ihm sagte, dass diese Menge für uns nahezu 10 Jahre reichen würde!

Nördlich von Bentota werden am Strassenrand häufig getrocknete Fische verkauft, welche im Bild schön aussehen, in der Nase aber einen eher stechenden Gestank hinterlassen.

Noch mehr Trockenfisch. Dieser wird wie alles in Sri Lanka selbstverständlich zu Curries verarbeitet.

Die Fische werden nachts in grossen Netzen gefangen und am Morgen werden diese an den Stränden angelandet. Wir hatten heute grosses Glück: Gerade rechtzeitig für die letzte Phase dieser Aktion trafen wir am Ort des Geschehens ein. Mehr als 30 Personen zogen am Netz, um dieses ans Ufer zu befördern.
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Hier noch ein kurzer Film von den Fischern. Ein Testlauf mit dem iPhone.

Die Ausbeute war dann aber mehr als mager, wirkliche Begeisterung kam bei den Fischersleuten nicht auf. Dafür waren sie eine ganze Nacht auf dem offenen Meer und mussten erst noch mit viel Aufwand das Netz einholen.
Morgen früh fliegen wir von Colombo über Bangkok zu unserer nächsten Station. Zuerst sind wir mal 3 Nächte in Luang Prabang, einer kleinen Stadt im Norden von Laos. Von dort aus organisieren wir die nächsten Wochen der Reise durch Laos.
