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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 8. Etappe Bali
Zurück in der Schweiz, unverkennbar!
Nach einem 12-stündigen Flug von Singapur nach Frankfurt in einem A 380-800, dem Riesenvogel, war ich heute in Frankfurt etwas knapp an Zeit. Die Airline buchte mich auf eine Verbindung mit nur 55 Minuten Umsteigezeit und da wir heute etwas Verspätung hatten, verpasste ich den Anschlussflug nach Zürich. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Lounge konnte ich um 8 Uhr in Richtung Zürich starten. Der Pilot meldete, die Temperatur in Zürich betrage 6 Grad! Meine Vorfreude bekam einen ersten Dämfer.
In Zürich wartete ich zusammen mit allen anderen Passagieren eine gute Viertelstunde am Gepäckband, ohne dass sich etwas tat. Schliesslich stellte sich heraus, dass sämtliche Koffer in Frankfurt liegen geblieben waren. Also am einzig geöffneten Schalter anstehen und eine Vermisstmeldung aufgeben. 25 Personen an einem Schalter am angeblich weltbesten Flughafen! Es hiess dann, der Koffer käme mit der 14-Uhr Maschine aus Frankfurt und würde dann direkt nach Hause geliefert. Corinne holte mich am Flughafen ab und fuhr mich dankenswerterweise nach Hause, wo ich alles in bester Ordnung vorfand. Bis auf die Autonummer, welche die Post noch nicht auslieferte. Die Vespa kam da gelegen, diese hatte eine gültige Nummer und sprang auch nach 6-monatiger Ruhepause problemlos an. So konnte ich meine ersten Einkäufe tätigen. Ein Aufsteller, sowohl was Corinne, die Vespa, aber auch meine Nachbarin betrifft. Sie hat in meiner Abwesenheit auf meine Pflanzen aufgepasst. Paul auf der anderen Seite kümmerte sich um die Heizung, so dass ich das Haus schön warm vorfand. Vielen Dank an dieser Stelle schon mal allen Helfenden!
Nachdem ich während des ganzen Nachmittages vergeblich auf einen Anruf der Airline wegen meines Koffers wartete, kontaktierte ich die Hotline. Der Koffer sein um 16 Uhr in Zürich gelandet und würde ab 19 Uhr mit einem Kurier auf seinen Weg geschickt. Ich könne noch vor Mitternacht mit seiner Ankunft rechnen. Der Kurier würde mich telefonisch kontaktieren und eine genauere Zeitschätzung abgeben. Leider der zweite Dämpfer des Tages.
Ich machte mich auf den Weg nach Adliswil, wo ich mich mit meiner Schwiegermutter zum Znacht verabredete. Wir wollten im Restaurant Schlossgarten in Kilchberg eine Pizza essen. Vor uns betrat gerade eine ältere Dame das Restaurant und wollte sich an einen Tisch setzte, um ein Bier zu trinken. Der Kellner schnautzte sie unwillig an, ob sie denn nicht lesen könne, an der Türe stehe ganz klar, dass das Restaurant erst ab 18:30 geöffnet sei und überhaupt gebe es kein Bier ohne Essen. So ein Arschloch! Das war garantiert mein letzter Besuch in diesem Lokal, diese Art Anschiss braucht sich kein Gast gefallen zu lassen. Alle drei machten wir kehrt. Li und ich besuchten dann eine andere Pizzeria im Zentrum von Adliswil, wo der Service adäquat war.
Kurz nach 20 Uhr erhielt ich meinen Koffer und konnte dann mit dem Auspacken und Waschen beginnen.
Schade, dass meine schöne Reise einen so beschissenen Schluss nehmen musste. Nach 6 Monaten Reise rund um die Welt mit vielen freundlichen Begegnungen hat mich die Realität wieder.
