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- Kategorie: Down Under 09 / 10 Bali
Mt. Batur, Reis und etwas Namenskunde

Der Mt. Batur ist ein relativ ruhiger aber immer noch aktiver Vulkan im Zentrum Balis. 1'717 m.ü.M. steht der aktive Kegel in einer riesigen Caldera eines viel älteren Vulkanes. Die Fahrt zum Aussichtspunkt am Rande der Caldera führt durch eine landwirtschaftlich stark genutzte Gegend an den Abhängen des Vulkanes. Die Erde scheint hier sehr fruchtbar zu sein.

Die verschiedensten Früchte wie Mangos, Papayas, Rambutan, Passionsfrüchten, Mangosteen und sogar Durian werden hier gezogen. Ab und zu finden sich auch Felder mit Kaffeesträuchern, einmal sahen wir sogar zum Abtransport bereitstehende Kakaobohnen.

Auch die verschiedensten Gewürze werden hier angebaut. Nelken und auf diesem Bild Curcuma, Knoblauch und scharfe Pfefferschoten sowie Ingwer stehen hier zum Verkauf bereit. Ein Paradies für jeden Feinschmecker!

Natürlich sind auch Reisfelder in allen Reifestadien zu finden. Dieses Feld ist bald erntereif. Bis zu drei Ernten werden pro Jahr eingefahren.

Hier wird ein Feld nächstens wieder bepflanzt, die neuen Setzlinge wachsen durch eine improvisierte Vogelscheuche geschützt langsam heran.
Nach nur wenigen Tagen auf Bali stelle ich eine These auf: Bali kennt nur ganz wenige Zustände des Bodens. Entweder handelt es sich um eine geteerte Strasse, ein Hausdach oder einen Fluss oder See, oder dann wuchert die grüne Natur an dieser Stelle. Grüne Pflanzen sind wirklich überall, sogar aus Steinmauern spriessen Pflanzen. Ohne menschlichen Eingriff wäre Bali vermutlich in wenigen Jahren vollständig überwuchert.
Bei unserem letzten Bali-Besuch vor gut zehn Jahren erklärte mir ein Einheimischer die Logik der Voramen auf der Insel. Natürlich vergass ich alles in der Zwischenzeit, weshalb ich mich heute bei einem Taxifahrer nach den Regeln erkundigte. Diesmal schreibe ich die Antworten auf, vielleicht bleiben sie so haften.
Das erste Kind heisst immer Wayan, dann folgen Made und Nyoman. Ketut schliesst den Reigen ab. Bei Mädchen steht immer Ni vor dem Namen, die einfacheren Jungs geben sich mit einem I zufrieden. Das zweite männliche Kind heisst also I Made und dann hoffentlich nicht Mistake zum Geschlecht, sonst könnte das ja noch leicht missverstanden werden!
Sollten einmal mehr als 4 Kinder eines Geschlechtes in derselben Familie geboren werden, beginnt die Namensgebung einfach wieder von vorne.
