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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Hongkong 13
Ausflug zum Victoria Peak in Hongkong

In 379 m.ü.M. liegt der Victoria Peak, ein beliebtes Ausflugsziel über der Stadt. Eine Standseilbahn (Von Roll) führt zum Peak hoch. Wir fuhren mit einem Bus auf der Rückseite hinauf und anschliessend mit der Bahn wieder in die Stadt hinunter. Der Peak ist die teuerste Wohnlage Hongkongs, welche sich nur wirklich begüterte Zeitgenossen leisten können.

Die Sicht hinunter auf die Stadt ist atemberaubend. Im Vordergrund die Wohnsiedlungen auf der Hongkong-Insel, auf der gegenüberliegenden Seite des Meeresarmes liegt Kowloon. Zwischen dem Peak und der Stadt ist das Gelände meist zu steil, um darauf Häuser zu bauen. So bleibt immerhin noch etwas Grünfläche bestehen.

Eine moderne Struktur, genannt „The Peak Tower" bietet zuoberst eine Aussichtsplattform. Mehr als diese Plattform faszinierten mich das Reparatur-Gerüst, welches ausschliesslich aus Bambus besteht. Bambus ist so stabil, dass es hier oft für Gerüste eingesetzt wird.

Einmal mehr setzten wir mit der Fähre von Kowloon nach Hongkong Island über und da heute das Wetter bereits besser war, zeigte sich die Stadt im besseren Licht. Die Struktur mit dem geschwungenen Dach ist das moderne Convention and Exhibition Center.

Ein Blick von Hongkong Island zurück zu Kowloon zeigt eines der höchsten Gebäude (aktuell die Nummer 5) der Welt, das International Commerce Center. Die 484 m beherbergen unter anderem auf den obersten 15 Etagen ein Ritz-Carlton Hotel, das höchst gelegene Hotel der Welt.

Eine ganz andere Art von Häusern findet man in anderen Quartieren. Wohn- und Geschäftshäuser für die gewöhnlichen Sterblichen. Dieses mehrfarbige Haus hebt sich von der üblichen Uniformität ab

In der Nähe unseres Hotels fand ich diese Siedlungen: Eher Kaninchenställe als luxuriöse Wohnanlagen. Die meisten Einwohner Hongkongs wohnen in vergleichbaren Anlagen, anderes können sie sich nicht leisten. Die Wohnungspreise in der Stadt sind sehr hoch.
Offiziellen Schätzungen zufolge leben in Hongkong 100'000 sogenannte Cage People (Käfigmenschen), welche für etwa 200 CHF pro Monat einen abschliessbaren Gitterraum von etwa 2 m3 „bewohnen". Diese Käfige werden in einem Zimmer zwei- bis dreifach übereinander gestapelt. Sanitäranlagen werden von bis zu 10 Personen geteilt.

In den U-Bahn Stationen herrscht grosse Sauberkeit. Für die Regenschirme stehen sogar Plastik-Säcke zur Verfügung, mit denen bei Regenwetter verhindert werden soll, dass die makellosen Böden durch Nässe rutschig werden. Die Benutzer werden dazu aufgefordert, diese Säcke mehrfach zu verwenden.

Einer der vielen Kleinbusse, mit denen Nebenrouten bedient werden. In diesen Bussen stehen lediglich 16 Sitzplätze zur Verfügung. Sobald alle besetzt sind, zeigt der Fahrer ein rotes Besetzt-Schild und fährt an den Haltestellen vorbei. Der nächste Bus kommt jedoch bald vorbei.
Das ganze öffentliche Transport-System ist sehr gut ausgebaut: Von der U-Bahn über grosse bis hin zu Kleinstbussen ist alles vorhanden. Taxis stehen ebenfalls in grosser Anzahl zur Verfügung. Am einfachsten lässt sich das System (ausser Taxis) mit der sogenannten Octopus-Karte nutzen: Die Karte funktioniert berührungslos in sämtlichen Transportmitteln, der initiale Betrag kann jederzeit aufgeladen werden. Die Karte selber kostet 50 HK$, etwa 15 CHF, welche jedoch wieder zurückerstattet werden, wenn die Karte abgegeben wird. Die Fahrten selber sind recht günstig.

Offensichtlich essen die Chinesen sämtliche Teile eines geschlachteten Tieres. Hier wurde ein Ochse geschlachtet: Knochen, Innereien, Fleischstücke sowie auch der Schwanz werden verkauft und landen später in einem Kochtopf und danach auf einem Teller.

Mindestens vier Sauen liessen hier ihr Leben: Füsse, Innereien und sogar die Haut der Köpfe werden genutzt. Mir vergeht bei diesem Angebot allerdings der Appetit.
Für Kurt ging unsere gemeinsame Reise heute zu Ende. Er reiste am Abend vom Hotel ab und wird kurz nach Mitternacht über Dubai nach Wien zurück fliegen. Ich bleibe noch bis morgen Montag Abend in Hongkong und fliege dann zurück nach Bangkok, wo ich nochmals richtig Wärme tanken werden, bevor ich am Dienstag Abend ebenfalls in die Schweiz zurück fliege.
