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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 7. Etappe Australien
Ab in den Outback!

Nach den letzten Einkäufen und dem Volltanken machte ich mich auf den Weg in Richtung Norden. An dieser Kreuzung trennen sich die Wege der Reisenden. Auf dem Eyre Highway kommt man nach Perth und Western Australia, der Stuart Highway führt mich in den kommenden Tagen zuerst nach Alice Springs und dann eventuell bis hoch nach Darwin. Auf jeden Fall ist es nun fürs erste vorbei mit grossen Städten und urbanem Lebensstil. Outback ist angesagt: Viel rote Erde, Hitze und endlose Strassen.

Ein riesiger ausgetrockneter See hinterliess nur gerade weisses Salz. Die spärliche Vegetation ist typisch für diese Gegend, wo ausser etwas Viehzucht keinerlei landwirtschaftliche Aktivitäten möglich sind.

Aus dem Strassenbild im Outback sind diese Road Trains nicht weg zu denken. Dieser Viehtransporter war heute in Richtung Süden unterwegs, in die Ballungsgebiete von Adelaide und Melbourne. Diese Strassenzüge sind ganz schön beeindruckend: Mit ihren drei Anhängern blochen diese Monster mit der erlaubten Maximalgeschwindigkeit von 110 km/h, ich weiche ihnen wenn immer möglich auf die Seite aus.

Der Lake Hart ist ein kleiner See, der meist ausgetrocknet ist. Wie die anderen Seen im Süden Australiens führen diese nur in wenigen Jahren Wasser, meist sind sie eine weisse Salzwüste. Bei meinem letzten Besuch in dieser Gegend sah es hier ganz anders aus. Starke Regenfälle verwandelten diese Salzwüste 2012 in einen tiefblauen See. Von der damaligen Pracht war heute nichts mehr zu sehen, nur Salz, soweit das Auge reicht.

Die Strecke von Pt. Augusta nach Alice Springs ist für einen Tag viel zu weit, ich unterbrach deshalb die heutige Fahrt in Coober Pedy, einer Ortschaft, welche für ihre Opalminen weltbekannt ist. 96% aller Opale weltweit kommen aus Australien und davon stammen wiederum 85% von hier. Die ganze Landschaft ist von kleinen Kratern übersät. Das Abbaumaterial aus den Schächten wird zu kleinen Haufen aufgetürmt. Die meisten Minen werden von Privatleuten unterhalten, jeder kann hier einen sogenannten Claim abstecken und dann auf den 50 m2 nach Herzenslust schürfen und graben. Sollte der Claim nicht gut sein, kann man mit derselben Bewilligung einfach an einem anderen Ort weiter graben. Ein Claim kostet 60 AU$, etwa 50 CHF.
Ich glaube kaum, dass ich mir diesen Luxus leisten werde. Die Arbeitsbedingungen sind mir zu einschränkend: Tagsüber steigen die Temperaturen zu dieser Jahreszeit auf 35 Grad und die Nächte werden eher unangenehm kühl. Zudem ist mir auch der Ertrag zu ungewiss.
