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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 7. Etappe Australien
Ein zukünftiger Klimasünder wird exportiert
Um 05:45 war heute früh Tagwache, da ich vor dem Sonnenaufgang am Strand sein wollte. Aufstehen, kurz unter die Dusche und dann anziehen und los.

Die Rechnung ging auf, es waren tatsächliche einige Kängurus am Strand. Zwar hatte es bedeutend mehr Touristen als Hüpfer, aber immerhin. Was sie Kängurus hier suchen, ist mir nicht klar. Fressbares gibt es hier kaum und ins Meer gehen die Tiere kaum. Vielleicht sind sie ganz einfach als Touristen-Magnet abgerichtet? Wie dem auch sei, mich hat die Vorstellung fasziniert.

So schön hinsehen und sich dann noch das Fell von der aufgehenden Morgensonne beleuchten lassen muss auch zuerst gelernt sein!

Wenn ich mir die Krallen an den Vorderläufen ansehe, bleibe ich doch lieber auf gehöriger Distanz. Damit können die Tiere ihre Widersacher ernsthaft verletzen!

Dieser Kerl liegt völlig entspannt in einer Sandgrube und lässt sich von der wärmenden Morgensonne den Bauch bescheinen. Fehlt nur noch, dass er sich eine Sonnenbrille anzieht!

Die nächste grössere Ortschaft von meinem gestrigen Campingplatz aus heisst Mackay, welche nicht sehr viel interessantes zu bieten hat. 30 km südlich liegt bei Hay Point hingegen ein gigantischer Kohlehafen, angeblich der grösste auf der südlichen Hemisphäre. Von hier aus wird die Kohle aus Minen 300 km Landeinwärts in die ganze Welt verschifft. Heute war gerade kein Schiff am Dock, einige Frachter warten in einigen km Entfernung auf die Gelegenheit, sich ihre Bäuche füllen zu lassen.
Das Terminal reicht 3.84 km ins Meer hinaus, die beiden Arme sind 1.8 km lang. Die Kohle wird auf Förderbändern von den Lagerstellen zu den Schiffen geführt und nahezu vollautomatisch geladen. 130 Mio. t Kohle können hier pro Jahr auf bis zu 900 Schiffe verladen werden. Um wie viele mm würde wohl der Kontinent aus dem Meer steigen, wenn das Gewicht jährlich um so viel abnimmt und Australien ein Schiff wäre?

Vom Aussichtspunkt aus sehen die grossen Kohleofen gar nicht sehr imposant aus: Im Vergleich mit einem Auto werden hingegen die Ausmasse sofort klar. Gigantismus pur!

Um die Staubbelastung der Luft so klein wie möglich zu halten, werden die Kohlehaufen periodisch mit Wasser gespritzt. Die Kohle wird an ihrem Bestimmungsort zum Klimasünder: Die schlechtere Qualität wird in Kraftwerken zu Strom verbrannt, bessere Qualitäten heizen weltweit die Stahlöfen.

In der Gegend sah ich heute auch die letzten Zuckerrohr-Felder, diese sollten später riesigen Viehweiden Platz machen. Die Gegend um Rockhampton, mein nächstes Ziel, gilt als das Gebiet mit den besten Steaks in Australien.

Eine ziemlich drastische Sprache spricht dieses Schild: Ruhe dich aus oder werde RIP „richtig ii-packt“. Dann doch lieber eine kurze Pause.

Wenn die Verpackung nicht genügend Drohung ist, dann hilft vielleicht dieses Schild. Nicht nur Kühe und Cassovaris stellen eine Gefahr für Automobilisten dar, auch andere Fahrzeuge können bedrohlich sein. Ich mache grundsätzlich etwa alle Stunde einen kurzen Halt, einige Schritte und allenfalls eine biologische Pause verhindern Schläfrigkeit am Steuer.
Meinen Ausflug am frühen morgen büsste ich ab etwa Mittag mit etwa 10 stark juckenden Stellen. Offensichtlich gab es am Strand kleine Sandflies, welche beinahe unsichtbar sind, deren Stiche nach einiger Zeit jedoch zu extrem unangenehmen Kratzorten werden. Nur dank viel Parapic ist meine Haut noch intakt, sonst hätte ich einige Stellen wohl blutig gekratzt.

Die Rechnung ging auf, es waren tatsächliche einige Kängurus am Strand. Zwar hatte es bedeutend mehr Touristen als Hüpfer, aber immerhin. Was sie Kängurus hier suchen, ist mir nicht klar. Fressbares gibt es hier kaum und ins Meer gehen die Tiere kaum. Vielleicht sind sie ganz einfach als Touristen-Magnet abgerichtet? Wie dem auch sei, mich hat die Vorstellung fasziniert.

So schön hinsehen und sich dann noch das Fell von der aufgehenden Morgensonne beleuchten lassen muss auch zuerst gelernt sein!

Wenn ich mir die Krallen an den Vorderläufen ansehe, bleibe ich doch lieber auf gehöriger Distanz. Damit können die Tiere ihre Widersacher ernsthaft verletzen!

Dieser Kerl liegt völlig entspannt in einer Sandgrube und lässt sich von der wärmenden Morgensonne den Bauch bescheinen. Fehlt nur noch, dass er sich eine Sonnenbrille anzieht!


Die nächste grössere Ortschaft von meinem gestrigen Campingplatz aus heisst Mackay, welche nicht sehr viel interessantes zu bieten hat. 30 km südlich liegt bei Hay Point hingegen ein gigantischer Kohlehafen, angeblich der grösste auf der südlichen Hemisphäre. Von hier aus wird die Kohle aus Minen 300 km Landeinwärts in die ganze Welt verschifft. Heute war gerade kein Schiff am Dock, einige Frachter warten in einigen km Entfernung auf die Gelegenheit, sich ihre Bäuche füllen zu lassen.
Das Terminal reicht 3.84 km ins Meer hinaus, die beiden Arme sind 1.8 km lang. Die Kohle wird auf Förderbändern von den Lagerstellen zu den Schiffen geführt und nahezu vollautomatisch geladen. 130 Mio. t Kohle können hier pro Jahr auf bis zu 900 Schiffe verladen werden. Um wie viele mm würde wohl der Kontinent aus dem Meer steigen, wenn das Gewicht jährlich um so viel abnimmt und Australien ein Schiff wäre?

Vom Aussichtspunkt aus sehen die grossen Kohleofen gar nicht sehr imposant aus: Im Vergleich mit einem Auto werden hingegen die Ausmasse sofort klar. Gigantismus pur!

Um die Staubbelastung der Luft so klein wie möglich zu halten, werden die Kohlehaufen periodisch mit Wasser gespritzt. Die Kohle wird an ihrem Bestimmungsort zum Klimasünder: Die schlechtere Qualität wird in Kraftwerken zu Strom verbrannt, bessere Qualitäten heizen weltweit die Stahlöfen.

In der Gegend sah ich heute auch die letzten Zuckerrohr-Felder, diese sollten später riesigen Viehweiden Platz machen. Die Gegend um Rockhampton, mein nächstes Ziel, gilt als das Gebiet mit den besten Steaks in Australien.

Eine ziemlich drastische Sprache spricht dieses Schild: Ruhe dich aus oder werde RIP „richtig ii-packt“. Dann doch lieber eine kurze Pause.

Wenn die Verpackung nicht genügend Drohung ist, dann hilft vielleicht dieses Schild. Nicht nur Kühe und Cassovaris stellen eine Gefahr für Automobilisten dar, auch andere Fahrzeuge können bedrohlich sein. Ich mache grundsätzlich etwa alle Stunde einen kurzen Halt, einige Schritte und allenfalls eine biologische Pause verhindern Schläfrigkeit am Steuer.
Meinen Ausflug am frühen morgen büsste ich ab etwa Mittag mit etwa 10 stark juckenden Stellen. Offensichtlich gab es am Strand kleine Sandflies, welche beinahe unsichtbar sind, deren Stiche nach einiger Zeit jedoch zu extrem unangenehmen Kratzorten werden. Nur dank viel Parapic ist meine Haut noch intakt, sonst hätte ich einige Stellen wohl blutig gekratzt.
