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- Kategorie: Winterreise 14 / 15 - 7. Etappe Australien
Fussgängerstreifen der etwas anderen Art

Um kurz vor 6 Uhr stellte ich mich heute morgen unter die Dusche. Das tönt zwar nach sehr früh, doch bricht zu dieser Jahreszeit hier die Nacht bereits kurz vor 18 Uhr ein. Der Tag ist damit schon zeitig zu Ende und dementsprechend fängt der neue Tag früh an. Als ich von der Dusche zurück kam, bemerkte ich am anderen Ufer des kleinen Flusses den ersten Bodennebel dieses Jahres. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Zumal sich die Bäume noch schön im vollkommen glatten Fluss spiegelten. Bereits kurz danach brannte die aufkommende Sonne den feinen Nebel weg.

Für uns Menschen gibt es Fussgängerstreifen, dank welchen wir die Strassen überqueren können. Für Tiere sind diese unpraktisch, da wir ihnen deren Bedeutung nicht erklären können. Zudem gibt es bei vierspurigen Autobahnen auch für uns keine solchen Streifen. Für Tiere, insbesondere Koalas, gibt es in Australien oft solche Übergänge über die Autobahnen. Drahtgitter erlauben es den Tieren, die Strassen sicher zu überqueren. Wie effektiv diese sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Doch da diese sehr häufig sind, nehme ich an, dass ihr Nutzen erwiesen ist, sonst würde wohl kaum ein solcher Aufwand getrieben. Links und rechts der Fahrbahnen gibt es dichte Maschennetze, so dass die Tiere nicht auf erstere gelangen.

Im Laufe des Nachmittags verdunkelte sich der Himmel laufend, jedoch fiel kein Regen. Ich suchte mir einen Campground etwa 120 km nördlich von Sydney am Meer, wo natürlich wieder ein goldener Sandstrand liegt. Badende gab es heute nicht, dazu war das Wetter zu wenig einladend. Einige Fischer waren jedoch unterwegs.
Von hier aus werde ich mich morgen Sonntag durch Sydney kämpfen und am früheren Nachmittag einen Campground nahe bei meinem Vermieter suchen, damit noch die letzte Wäsche erledigen kann. Am Montag Mittag gebe ich den Camper ab und verlasse dann Australien.
