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Litchfield National Park
Der Litchfield National Park liegt etwa 100 km südlich von Darwin. Er wird von vielen Leuten besucht, da hier viele natürliche Pools zum Baden einladen. Darwin hat ein grosses Problem mit dem Baden im Meer. Die Strände vor der Stadt sind zwar schön und das Wasser ist sehr warm, leider aber sind in diesen Gewässern jedes Jahr von Oktober bis im Mai sogenannte Box Jellyfish sehr häufig. Diese sind sehr gefährlich, der Stich kann für Kinder und ältere Leute sogar tödlich sein, für die übrigen Badenden sind sie äusserst schmerzhaft. Also kein gutes Badeklima. Umso beliebter ist der Park, in dem nach Herzenslust gebadet werden kann. Ausser die Wasserfälle sind gerade zu stark, wie in diesen Tagen, dann ist das Baden auch hier verboten.

Der Wangi Wasserfall ist die grösste Attraktion, seine beiden Teilfälle sind gerade in voller Aktion.

Auch der Florence Fall ist gerade sehr aktiv. Für uns sind diese Bilder sehr ungewohnt, die meisten Wasserfälle, die wir auf unseren bisherigen Reisen besuchten, führten gerade kein Wasser. Umsomehr genossen wir den Blick heute.

Eine weitere Attraktion des Parkes sind die sogenannten „Magnetic Ants“. Zwar keine Ameisen sondern Termiten scheinen sie doch über magnetische Fähigkeiten zu verfügen. Sie richten ihre bis zu 2 m hohen Bauten streng in Nord / Süd – Richtung aus, damit die heisse Mittagssonne nur die schmalste Seite bescheinen kann.

Die Bauten dieser Grass-fressenden Termiten stehen wie Bretter in der Landschaft, alle genau gleich ausgerichtet. Im Innern der Bauten fast aller Termiten herrschen rund um die Uhr grässliche Verhältnisse: Konstante 50 Grad Celsius bei 100% Luftfeuchtigkeit! Und das ohne Pool oder Klimaanlage.

Auf der Fahrt im Park bemerkten wir ab und zu seltsame „Palmen“ im dicken Gebüsch. Bei der ersten Gelegenheit hielt ich an, damit wir diese Gewächse näher ansehen konnten. Es sind Litchfield Cicads, wie wir unserem Pflanzenführer entnahmen.

Die Früchtstände sehen aus wie grosse Nüsse, leider fand ich keine Information über die Verwendung der Früchte durch die Aborigines, die für die meisten Naturprodukte einen sinnvollen Einsatz kennen.
