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- Kategorie: Down Under 09/10 - Australia - Adelaide Kununurra
Housekeeping oder eher Camperkeeping
Heute war für uns beide ein Besuch beim Coiffeur angesagt. Einen Termin zu bekommen ist gar nicht so einfach, also fuhren wir heute früh einfach mal vor. Beide Stühle waren gerade besetzt und so erledigten wir zuerst andere Pendenzen, bevor wir um 11:00 Platz nehmen durften. Recht schnell waren die überlangen Haare geschnitten und wir waren wieder frei für die nächsten Unternehmungen.
Zunächst wollten wir unseren Campervan aussen waschen und auch das Innenleben vom Staub befreien, der sich bei der Fahrt auf ungeteerten Strassen unweigerlich bildet. Auf unserem Campingplatz erhielten wir die notwenigen Werkzeuge wie eine Bürste an einem langen Stiel und einen Schlauch für das Wasser.
Mit einer genialen Arbeitsteilung ging die Sache recht flugs voran. Da ich nicht allzu lange auf meinen Beinen stehen kann, sass ich bald schon im Stuhl und bediente den Wasserschlauch während Brigitte nicht am Schrubben zu hindern war. Gelegentlich musste ich doch noch auf unsaubere Stellen hinweisen, die dann aber schnell beseitigt wurden. Bei guten 30 Grad geht die Autowäsche recht schnell voran und schon bald konnten wir uns im Pool abkühlen.
Am späteren Nachmittag kauften wir nochmals Vorräte für die kommenden Tage ein denn am Karfreitag sind in Australien alle Geschäfte geschlossen.

Anschliessend besuchten wir die Hauptattraktion von Carnarvon, den 1-Mile-Jetty. Dieser diente früher dem Be- und Entladen der Transportschiffe, die Vorräte von Perth hierhin brachten und auf der Rückreise Gemüse und Früchte in die Stadt transportierten. Seit einigen Jahrzehnten übernehmen sogenannte Road-Trains, Lastwagen mit 3 Anhängern und bis zu 36 m Länge diese Aufgabe. Erst in den letzten Jahren wurde die Jetty von Freiwilligen wieder instand gestellt und nun ist sie eine Touristen Attraktion.

Das Nachtessen leisteten wir uns als Belohnung für den harten Tag in einem Fischrestaurant am Hafen mit einem schönen Sonnenuntergang. Ich bestellte Crevetten mit Knoblauch und Brigitte stürzte sich mutig ins Abenteuer mit einer Krabbe. Als die Krabbe dann aber serviert wurde, war der Mut schnell weg und wir tauschten die Teller. Ich genoss das Essen mit Fingern, Nussknacker und Hummergabel bis zum letzten Restchen schmackhaften Fleisches, welches allerdings hart verdient werden wollte!
