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- Kategorie: Down Under 09/10 - Australia - Osten und Süden
Blue Mountains National Park
65 km westlich von Sydney beginnen die Berge und steigen dann bis auf gut 1'100 m.ü.M. an. Die Luft ist hier immer um etliche Grade kühler als in der Stadt, was die Gegend zu einem beliebten Ausflugsziel der Städter macht. Den Namen hat diese Gegend von den Eukalypten, welche einen sehr feinen öligen Dunst absondern, welcher der Luft einen bläulichen Schimmer verleiht. In früheren Zeiten mag das die einzige Ursache gewesen sein, heute spielt sicher auch der starke Autoverkehr eine massgebliche Rolle.

Der Nationalpark ist Teil einer Hochebene auf gut 1'100 m, die im Laufe der letzten Jahrmillionen durch Flüsse tief zerfurcht wurde. An vielen Stellen ist die oberste erhaltene Felsschicht – ein Kalkstein – gut erkennbar. An den Abbruchstellen sind die Felsen eindrücklich.

An ganz wenigen Stellen liegt noch der vulkanische Basalt über dem Kalk; er ist aber nur schwer zu sehen, da er meist von dichter Vegetation bedeckt ist.
Die ganze Gegend erinnert stark an den Grand Canyon in den USA, nur liegt dieser in einer sehr vegetationsarmen Gegend, während hier ausgedehnte Eukalyptus-Wälder die ganze Gegend bedecken.

Die bekannteste Felsformation der Blue Mountains heisst „Three Sisters“, sie liegt sehr gut erreichbar beim Visitors Center. Auf der Aussichtsplattform herrscht ein richtiger Jahrmarkt. Vom gegenüberliegenden Rand der Schlucht führt eine kleine Seilbahn die Besucher an den Aussichtspunkt. Für uns war diese Bahn nicht verführend, viele Asiaten genossen aber die Fahrt.

Im Park fielen mir viele Eukalypten auf, welche auf ihrer Rinde ein Gekritzel aufweisen. Die Spuren werden von der Larve einer Motte beim Fressen angelegt. Sie lebt zwischen zwei Rindenschichten und hinterlässt dabei ihre Spuren. Diese Eukalyptus-Art heisst bei den Aussies denn auch Scribbly Gum.
