- Details
- Kategorie: Kanaren 09
Das nördliche Ende Teneriffas
Im Norden liegt der geologisch älteste Teil Teneriffas, das Anaga-Gebirge. Die Gegend ist sehr wild und daher noch heute weitgehend unerschlossen. Eine dünne, kurvenreiche Strasse führt ganz ans Ende, wo eine kleine Ortschaft mit einer Bar und natürlich einer Kirche steht. Immerhin fährt der öffentliche Bus auch in diesen wirklich entlegenen Winkel. Wanderern dient dieser Ort als Ausgangspunkt zur entlegenen Nordspitze, wo ein Leuchtturm das Ende Teneriffas markiert.
Die Strasse führt oft direkt auf der höchsten Stelle der Halbinsel, auf ihrem eigentlichen Rückgrat. Links und rechts fällt das Gelände direkt bis zum Meer; nicht auszudenken, was geschähe, wenn wir eine Kurve verpassten! Immerhin bedeckt ein dichter Wald aus Lorbeerarten und Erika die Hänge, vereinzelt sind auch Wachholder auszumachen. Die Erika (Erica arborea) sind nicht wie bei uns kleine Büsche, sie können hier bis zu 15 m hoch werden. Ob sie allerdings auch ein Auto aufhalten könnten, wollten wir lieber nicht testen.


Den Anfang der Strasse markiert ein sehr einfallsloses Strassenzeichen, welches ich hier nicht verheimlichen möchte.

Andererseits trafen wir dieses Parkschild, wo die Aufzählung der verschiedenen Möglichkeiten doch ein recht drastisches Ende nimmt. Mir entlockte es immerhin ein Lächeln und inspirierte mich zu diesem Bild.

In den Wäldern dieser Gegend ist der Hahnenkamm (Isoplexis canariensis) oft anzutreffen, sein leuchtendes Orange hebt sich eindrücklich vom dunklen Hintergrund ab.

Natürlich zeigt sich der Teide auch von hier aus, von einem Aussichtspunkt mit schöner Sicht auf das Tal von La Laguna ist er in der Ferne im Dunst gut auszumachen, in dieser Aufnahme allerdings nur schwach, die Technik ist hier dem menschlichen Auge einmal mehr klar unterlegen.

