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- Kategorie: Toscana 19
Zum Lago Trasimeno
Obwohl wir unsere Ferien eigentlich in der Toscana verbringen, führte uns unser heutige Ausflug in die nächst-südliche Landschaft, nach Umbrien zum Lago Trasimeno. Der See liegt nahezu vollständig in umbrischem Gebiet.
Der Lago Trasimeno ist mit 128 km² Oberfläche der grösste See der Apenninhalbinsel. Er hat keinen natürlichen Abfluss. Um die Wassermenge zu regulieren, bauten schon die Römer einen künstlichen Abfluss, der im Laufe der Zeit immer wieder erneuert wurde. Die Abflüsse wurden vor allem zur Regulation der Sümpfe gebaut. Diese waren Brutstätten der Mücken, welche hier die gefürchtete Malaria verbreiteten. Mit der Trockenlegung gelang es, diese auszurotten.

Wir besuchten Castiglione del Lago, eine Ortschaft am südwestlichen Ufer des Sees. Sie liegt prominent auf einem Hügel, von wo aus sich ein schöner Blick auf den See bietet.

Das schmucke Dörfchen ist sehr lang gestreckt, an die Hauptgasse schmiegen sich rechts und links viele Geschäfte und Restaurants. Die Ortschaft ist ein beliebtes Touristenziel. Heute waren zwar Touristen unterwegs, doch die Anzahl hielt sich in Grenzen. Im Sommer muss es hier sehr überlaufen sein, wie sich aus der Zahl der Geschäfte und Restaurants ablesen lässt.

Vom nördlichen Stadttor aus führt eine Strasse schnurgerade durch die lange Ebene, an deren Ende auf einem kleinen Hügel die Ortschaft Moltepulciano liegt. Diese ist für ihre eher teureren toscanischen Weine bekannt.

Das mittelalterliche Stadttor schliesst die Hauptgasse in Richtung Norden ab.

Die Burg von Castiglione ist in bemerkenswert gutem Zustand. Einer der Ecktürme sieht so aus, als ob sich Hänschen Klein seine Ideal-Burg hätte bauen lassen. Oder diente er gar als Vorlage für die vielen Zeichnungen von Burgen in den Kinder- und Märchenbüchern?

Ein Bootssteg führt in den See hinaus, von seinem äussersten Punkt aus lugt die Burg gerade noch hinter den hohen Bäumen hervor.

Auf dem Rückweg zu unserem Haus stoppten wir an einem mobilen Fruchtstand und kauften für die nächsten paar Tage Nachschub: 10 kg wunderbar saftige Orangen, etwa 10 kg Nektarinen, 2 kg Pfirsiche, 1 kg Aprikosen sowie 4 kg Kirschen waren die Ausbeute. Alle Früchte genussreif für ein Total von CHF 90!
