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- Kategorie: Verona 23
Ausflug nach Verona mit einer Zwischenstation am Lago d'Orta

Ruth und ich machten uns am 31. Juli 23 einmal mehr auf den Weg nach Verona. Anders als in anderen Jahren legten wir diesmal einen Zwischenstopp am Lago d'Orta ein, wo wir ein schönes Hotel in Orta San Guilio direkt am See fanden. Vom Hotel aus lag die kleine Isola San Giulio direkt vor uns im See. Dahinter ist schwach eine weisse Kirche auf einem Bergvorsprung zu erkennen. Diese besuchten wir am folgenden Tag.

Von der Plattform vor der Kirche aus ist die kleine Insel im See zu erkennen, unser Hotel lag direkt dahinter auf einer Halbinsel, welche in den See hinaus ragt.

Die Kirche, das Santuario della Madonna del Sasso (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Kirche oberhalb von Locarno) liegt auf 650 m.ü.M., von wo aus es einen schönen Rundblick über die Gegend gibt. Die Stahlskulptur vor der Kirche wurde vermutlich von der Firma Alessi gestiftet, welche in der Nähe des Sees ihren Hauptsitz hat.

Selbstverständlich braucht es auch auf dieser Reise ein Bild aus dem Innern des Santuario. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1748, sie wurde von einem Einwohner einer nahegelegenen Ortschaft gestiftet.

Im Zentrum von Orta San Guilio steht das alte Rathaus, der Palazzo della Communitá, welches schön renoviert wurde.

Unser Hotel lag am einen Ende des Städtchens, so dass ich nicht durch die engen Gassen im Zentrum fahren musste. Diese Mauer zeugt von einigen nahen Kontakten von anderen Fahrzeugen mit dem Gebäude.

Dieses Jahr begleiteten uns 7 Freunde auf unserem Ausflug nach Verona. Diese reisten mit ihren eigenen Autos und teilweise auch mit dem Zug an. Wir besuchten eine Aufführung von Nabucco in der Arena. Dieses Jahr gab es eine neue Inszenierung mit einem ebenfalls neuen Bühnenbild. Der Himmel war zu Beginn der Aufführung nahezu wolkenlos. Die Wettervorhersage war leider nicht ganz so gut.

Als sich der Himmel verdunkelte, kamen die Farben der Statisten und auch des Bühnenbildes besser zur Geltung. Mich überrascht es jedesmal wieder, wie viele Personen hier auf der Bühne aktiv sind. Und auch wieviele Helfer rund eine Aufführung im Einsatz sind. Die Festspiele sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor sowohl für Verona als auch für die umliegenden Orte.

Rechtzeitig zum berühmtesten Chor von Nabucco, dem "Va pensiero" stieg der noch immer fast volle Mond von links auf und verschwand schon bald wieder hinter den nun aufgezogenen Wolken. Diese blieben aber bis zum Schluss dicht.

Gegen das Ende der Vorstellung kam der Mond wieder zum Vorschein und beleuchtete nun seinerseits die Szene. Einmal mehr eine wunderbare Vorstellung mit schöner Verdi-Musik.

Am Freitag besuchten wir das kleine Städtchen Soave, wo wir etwas Wein einkaufen wollten. Das alte Stadttor bittet auf eine nette Weise darum, dass die Hunde doch bitte nicht hinpissen, und das Holz verrottet. Es hätte doch schon 700 Jahre Kriege, Erdbeben und Überschwemmungen überstanden.

Ein Geschäft verkaufte einen blauen Rucksack, den sich eine Mitreisende erstehen wollte. Direkt bei der Eingangstüre stand treffenderweise ein Hinweis auf den Standort des nächsten Defibrillators, falls der Ehemann angesichts des Preises einen solchen brauchen würde. Der Kauf erfolgte dann aber glücklicherweise ohne Zwischenfall.

Ruth und ich fuhren am Sonntag zurück und legten noch einen Zwischenstopp in Mailand ein, wo wir den berühmten Duomo besichtigten. Ein imposantes Bauwerk! Den Innenraum konnten wir nicht besichtigen, die Kolonne vor dem Ticketschalter war viel zu lange. Wir werden mal einen Auflug von Ascona aus unternehmen, wenn die Haupt-Touristen Saison vorbei ist.

Die antiken Römer waren auch in Mailand zu Hause, an einigen Stellen gibt es deshalb noch Mosaike, welche auf ihre Präsenz hinweisen. Dieses fotografierte ich allerdings in der neueren Galleria Vittorio Emanuele. Die Buchstaben SPQR stehen für "Senatus Populusque Romanus", "Senat und Volk von Rom". Man kann es allerdings auch nach Asterix mit "Sono Pazzi Questi Romani" oder "Die spinnen die Römer" übesetzen.
