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- Kategorie: Toscana 11
Keine Folge des guten Essens in der Toscana
Ein gutes Restaurant in Colle Val d’Elsa heisst politisch nicht ganz korrekt „Molino del Moro“ oder auf Deutsch „Neger-Mühle“. Das Haus steht sein 1100 a.D. und wurde im Laufe der Jahre als Mühle, Schmitte, Schreinerei und wieder Mühle verwendet. Im früheren Keller sind die einzelnen Mühlesteine immer noch installiert, heute aber wegen des niedrigen Wasserstandes des Flusses aber gerade ausser Betrieb. Im Erdgeschoss, wo das Hauptrestaurant eingerichtet ist, zeugen Transmissionsriemen und Antriebswellen immer noch von früheren Einsätzen.
Das Essen war sehr gut, angefangen von den Vorspeisen (Sformato di formaggio con Tartufo für mich und Tortint con Asparaghi für Brigitte) bis zu den Hauptgängen (Ravioli mit Fisch gefüllt für Brigitte und für mich ein Tagliata di Manzo). Der Wein aus der Region, ein Chianti dei Colli Senesi (Hügel von Siena) passte ausgezeichnet zum feinen Essen.
Auf dem Nachhauseweg überraschte mich das Navi mit einer Anzeige, die auf den ersten Blick auf übermässigen Alkoholgenuss schliessen lässt, die Fotografie zeigt aber, dass ich wirklich nicht betrunken war. Meine Nikon hatte sicher nicht zu viel Wein intus. Die Strassenbezeichnungen sind keine Erfindung!

