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- Kategorie: Neapel 08
Ausflug nach Minori entlang der Amalfitana
Wir sind wieder einmal in Italien unterwegs: Flug von Basel nach Neapel mit Easyjet und dann ein Auto am Flughafen gemietet und schon ging es zu einem unseren Lieblingsplätze in dieser Gegend. Wir sind in Marina del Cantone, ganz aussen auf der Halbinsel von Sorrent und Amalfi. Diese Halbinsel war schon bei den Römern sehr beliebt, Cäsaren hatten hier ihre Villen, natürlich auch auf Capri, das nur einen Steinwurf entfernt ist. Auch viele Schriftsteller (Goethe, Byron, Ibsen, Gorky) liessen sich in dieser Gegend nieder und schrieben ihre bekannten Werke.
Unser Hotel liegt direkt am Meer, unser Zimmer hat eine grosse Terrasse mit einer 180º Sicht auf die Bucht. Dass das Hotel zudem über eines der besten Restaurants in der Gegend verfügt, gefällt uns natürlich ebenfalls. Heute allerdings werden wir nicht hier essen, denn am einen Ende der Bucht gibt es ein sehr einfaches Restaurant, welches die besten Spaghetti alle Vongole serviert!

Da wir nun einmal weder Cäsaren noch Schriftsteller sind, machten wir uns heute prosaischer auf den Weg nach Minori an der berühmten Amalfitana. Diese wunderschöne Strasse führt entlang der Küste über Positano und Amalfi bis zu diesem kleinen und eher unbekannten Ort. Wir stoppten dort, um etwas zu trinken, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Die Strasse mit dem Verb „führt“ zu beschreiben ist allerdings sehr beschönigend: Die längste gerade Strecke ist vielleicht 20m lang, sonst reiht sich Kurve an Kurve und das erst noch auf sehr schmalem Asphalt. Zum Glück ist jetzt die Hochsaison vorbei, so dass sich der Verkehr in Grenzen hält, wir haben das auch schon anders erlebt.
Positano ist eine der berühmten Ortschaften an der Amalfitana, der Ort liegt auch sehr schön und ist wie die meisten Orte dieser Küste richtig in einem Bachtobel eingeklemmt. Natürlich sind heute vor allem Hotels und Restaurants hier, Einheimische leben kaum mehr in diesen Häusern. Dazu sind auch die Hauspreise mit Sicherheit zu hoch.

Die hohen Landpreise spiegeln sich nicht zuletzt auch an der Lage des Friedhofs, der auf einen Felsen geklebt ist. Eine sehr schöne, fast unbezahlbare Aussicht hätten die Bewohner, wenn sie diese noch geniessen könnten! Hoffentlich machten sie dies zu ihren Lebzeiten auch ausgiebig, jetzt ist es dazu definitiv zu spät.

Zu dieser Jahreszeit sind nur noch wenige Pflanzen am Blühen, die meisten lassen ja ihre Blätter im Herbst fallen. Nicht so die Ceiba (auch Kabok-Baum genannt), welcher aus der Karibik stammt aber auch hier gedeiht. Diese interessaten Bäume zeigen gerade jetzt ihre schönen rosaroten Blüten und sorgen so für einen zusätzlichen Farbtupfer in dieser aussergewöhnlichen Landschaft.

PS: Oder eher Post Mangiare: Wie geplant waren wir im erwähnten Ristorante Cantuccio Mare, wo die Spaghetti alle Vongole wirklich hervorragend sind! Nach zwei normalen Tellern habe ich noch einen Nachschlag (grässliches Wort) bestellt, unter der Bedingung, dass wir das Rezept erfahren.
Kein Problem:
Konblauch fein gehackt (auch Zwiebeln)
Peperoncino
Olivenöl
zusammen andämpfen und mit etwas Wasser ablöschen. Sherry Tomaten dazufügen und zugedeckt etwas köcheln lassen. Dann die Vongole hinzufügen und 4-5 (bei uns 10-15) Minuten zugedeckt kochen.
Gleichzeitig die Spaghetti kochen (al dente), absieben und unter die Muscheln geben, gut vermischen. Zum Schluss noch etwas frischen italienischen Peterli (Prezemolo) beifügen.
Sehr, sehr gut, für uns die besten, die wir je hatten!
