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Hamburg und Umgebung 15
Vom 29. August bis zum 5. September 15 besuchten Ruth und ich Regula, eine ihrer Freundinnen im Norden Deutschlands. Eine Gelegenheit für mich, zum ersten Mal als Tourist unser nördliches Nachbarland zu besuchen.
Wir starteten in Hamburg, besuchten anschliessend Lüneburg um dann noch einen Ausflug an die Nordsee in St. Peter-Ording zu machen. Wir beschlossen unsere Reise an der Ostsee in Kiel, bevor wir ab Hamburg wieder in die Schweiz flogen.

Direkt nach unserer Ankunft machten wir uns auf den Weg ins Zentrum von Hamburg. Auf der Alster kann man mit einem kleinen Boot eine Rundfahrt machen und so einen ersten Eindruck der Stadt gewinnen. Auch hier wird viel gebaut, überall stehen Baukräne und verunzieren die Silhouette. Das Wetter meinte es gut mit uns, ein schöner, warmer Spätsommertag!

Unser Boot - die St. Georg - war ein schon betagteres Modell, welches aber gut zum ebenso betagten Schiffer passte. Er fand mit seinem Gefährt jedoch zuverlässig alle Sehenswürdigkeiten und brachte uns auch wieder sicher ans Ufer.

Die Schiffe legen von der sogenannten Jungfernstiege ab, einem Treffpunkt der jungen und auch älteren Hamburger. Auch wir genossen nach unseren Aktivitäten in der Stadt hier noch ein Bier, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Hotel machten.

Gerade gegenüber der Jungfernstiege spritzte ein Springbrunnen sein Wasser in die Höhe. Die schon tiefer stehende Sonne sorgte für einen Regenbogen.

Am Sonntag machten wir die für Touristen obligatorische Hafenrundfahrt. Das Wetter war leider nicht mehr so gut wie am Samstag, ab und zu setzte leichter Regen ein, doch auch die Sonne zeigte sich immer wieder. Einer der Bauten, welche in Hamburg für rote Köpfe sorgen: Die Elbphilharmonie, welche einfach nicht fertig werden will und deren Kosten völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Mittlerweile scheint immerhin der Eröffnungstermin zu stehen. Die Kommentare des Kapitäns der Hafenrundfahrt zitiere ich hier lieber nicht, er scheint davon wenig zu halten ...

Für einen Binnenländer wie mich sind Hochseehäfen immer wieder faszinierend. Die Krane, mit welchen die Container umgeschlagen werden, spielen ein wahres Ballett. Auch am Sonntag war Betrieb im Hafen - die Schiffe dürfen nicht stillstehen.

Ein weiterer gigantischer Frachter, der hier be- und entladen wird. Was wohl in all diesen Containern transportiert wird? Da das Schiff in Hong Kong registriert ist, nehme ich an, dass es sich um chinesische Produkte handelt, welche in Europa verkauft werden.

Von der Grossstadt Hamburg fuhren wir am Montag nach Lüneburg, dem Wohnort von Regula, Ruth's Freundin. Ein ganz anderes Städtchen, wo die Uhren anders ticken. Das Rathaus ist schön renoviert und nun ein Schmuckstück der Kleinstadt. Die Sonne zeigte sich heute auch den ganzen Tag.

Neben dem Rathaus sind auch die meisten Häuser im Zentrum der Stadt gut im Schuss, an diesem lauschigen Flüsschen gibt es einige Restaurants, wo man nach einer Stadtwanderung einen Imbiss geniessen kann. Die beiden Frauen liessen sich Kaffee und Kuchen natürlich nicht entgehen, auch wenn statt Kaffee Tee in der Tasse war.

Jederman kennt die Lüneburger-Heide. Auch wir machten einen Ausflug in diese Gegend. Da ich nicht lange Strecken gehen kann, beschränkten wir uns auf ein kleines Gebiet. Doch schon auf dieser kurzen Strecke trafen wir die typische Vegetation, das Heidekraut, welches gerade in schönster Blüte war.

Die Altstadt von Lüneburg ist voller kleiner Häuschen, die allesamt schön herausgeputzt sind. Hier scheint die Zeit stillgestanden zu sein, in den Aussenbezirken sind auch in dieser Gegend viele eher hässliche Bauten entstanden. Insbesondere in den 60-er Jahren entstand viel Schändliches, die aktuelle Architektur gefällt mir wieder viel besser. Stahl und Glas mit klaren Formen.

Nach drei Tagen in der Gegend von Lüneburg fuhren wirie Nordsee bei St. Peter-Ording, einem Ausflugsziel und Strand für die Hamburger. Das Wetter war hier nicht ganz nach meinem Geschmack, immer wieder fiel leichter Regen, doch die spärliche Sonne zauberte immer mal wieder Regenbogen an den Himmel.

Die Badeeinrichtungen waren weitgehend verwaist, nur einige wenige Unentwegte wagten sich ins Wasser. Dieses war gemäss einer Anzeige 18 Grad warm, die Luft hingegen nur gerade 13 Grad. Nichts für mich. Ich konzentrierte mich lieber aufs Fotografieren dick in eine wind- und wasserdichte Jacke eingepackt.

Nur wenige Minuten nach dem vorherigen Bild konnte ich diese Badehäuschen bei schönstem Sonnenschein fotografieren. Der starke Wind hier im Norden verjagt die Wolken so schnell, wie er sie einige Minuten später wieder zurücktreibt.
Am Abend genossen wir ein feines Nachtessen in einem einfachen Restaurant in Strandnähe, welches aber bis auf den letzten Platz gefüllt war. Genug Grund für uns, dort einzukehren, was wir nicht bereuten!

Den Abschluss machten wir schliesslich noch mit einem Besuch an der Ostsee bei Kiel. Auch hier war das Wetter nicht viel besser, die Strandkörbe waren ebenso leer wie an der Nordsee. Meine Füsse wollten überhaupt nicht ins Wasser!
Eine Gallerie mit mehr Fotos gibt es hier.
