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- Kategorie: Cruise rund um Island und Grönland 23
Dubbeli au flüüge - erste Etappe dank Unterstützung knapp geschafft
Ruth brachte mich heute um kurz nach 7 Uhr nach Birmensdorf, von wo ich mit dem Zug zum Flughafen fuhr. Entgegen meiner Erwartung gab es nicht sehr viele Leute beim Check-In. Als ich meinen Rucksack öffnete, um meinen Pass herauszuholen, stellte ich fest, dass meine Mappe mit allen Reiseunterlagen nicht mit mir zum Flughafen reiste.
Man würde meinen, dass einem Vielflieger wie mir das nicht passieren könne. Aber offenbar wird meine Birne langsam weich. Vielleicht auch deshalb die Reise in den Norden. Zum Glück dürfen auch Trotteli weiterhin reisen, wenn sie die richtige Unterstützung erhalten. Ich rief Ruth an und bat sie, mir die Unterlagen mit dem Auto an den Flughafen zu bringen. Da ich bei meinen Reisen für das Check-In sowie das Security-Prozedere immer genügend Zeit einrechne, reichte das gut. Allerdings wird mich diese Nachlässigkeit sicher noch einen Ring oder Ohrenringe kosten. Dänn halt.
Noch eine Bemerkung zum Behinderten Check-In in Zürich Im Terminal 1 (Swiss und Lufthansa) gibt es einen dedizierten Schalter für diese Personen. Dort kann man ohne langes Anstehen einchecken und das Gepäck abgeben. Für mich ist die Ansteherei in den langen Schlangen sehr mühsam, da ich Probleme mit langem Stehen habe. Im Terminal 2, wo SAS lokalisiert ist, gibt es das nicht. Hier heisst es anstehen und dann erst den Rollstuhl bestellen. Ziemlich doof. Immerhin durfte ich am Business-Schalter einchecken, was doch einiges bequemer war.

Mein SAS Flug von Zürich nach Oslo war etwa 20 Minuten verspätet, doch der Flug verlief dann völlig ereignislos. Nach der Landung in Oslo blieb mir noch viel Zeit für den Umstieg auf den nächsten Flug nach Reykjavik.

Da es während des Fluges nichts zu beissen gab, genoss ich in Oslo einen leichten Lunch. Feine Crayfish auf Salat. Dazu ein lokales Bier. Crayfish ist eine Krebsart, welche ohne die Schalen serviert wird. Köstlich!

Als wir in Island gelandet sind und ich mein Gepäck hatte, nahm ich den Bus in die Stadt. Die Felder in der Nähe des Flughafens sind voll von Lupinen und kleinen gelben Blumen. Die Farbmischung macht sich ausnehmend gut. Mit knapp 18°C war die Temperatur recht angenehm.
Nach dem Adrenalinschub am frühen Morgen verlief der Rest der Anreise problemlos und nun freue ich mich auf die neue Erfahrung so weit im Norden. 2001 war ich zum letzten Mal in Reykjavik, damals jedoch nur am Flughafen. Ich flog von Vancouver nach Frankfurt als der Pilot mitten in der Nacht die Passagiere aufweckte und mitteilte, dass wir wegen eines medizinischen Notfalls auf Island landen müssten. Nach einem sehr steilen Landeanflug und einem kurzen Aufenthalt ging der Flug dann weiter. Das war kein wirklicher Besuch in Reykjavik.
Eine erste Überraschung gab es bei meiner ersten Dusche. Das heisse Wasser ist wirklich heiss! Es kommt direkt aus dem Untergrund und kocht beinahe. Dazu hat es einen ziemlich schwefligen Geruch, wie wenn es direkt auf der Badewanne des Teufels käme. Das kalte Wasser ist absolut geschmacksfrei.