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- Kategorie: Herbst 11: Teil Mexico
Unendlich langweilige Fahrerei nach einem mühsamen Start
Bereis um 7 Uhr wurde ich von einem erneuten tropischen Wolkenbruch geweckt, die Luftfeuchtigkeit stieg auf nahezu 100%. Das Bild, welches ich vom Hotelpool machte, ist entsprechend „dunstig“, da sich die relativ kühle Linse in der feucht-warmen Luft unmittelbar beschlug. Trotzallem ein schöner Pool!

Nach dem Frühstück schwamm ich noch meine Runden und genoss den Blick vom Überlaufpool auf das karibische Meer. Luft 30 Grad, Wasser etwa 28 Grad. So kann es von mir aus bleiben!
Eine erste Station der Reise in Richtung Merida war dann die Autovermietung. Ich wollte das Auto tauschen, da ich trotz intensiver Suche keinen Zigarettenanzünder fand, auf welchen mein Navi angewiesen ist. Ohne Stromzufuhr erschöpft sich die Batterie bereits nach etwa 3 Stunden - viel zu kurz für die Fahrt. Der freundliche Mitarbeiter von Europcar wies mit einem süffisanten Lächeln auf die Mittelkonsole, an welchen gut verdeckt ein Stromstecker angebracht ist. Zum Glück bin ich relativ gut gebräunt, so dass die dezente Errötung nicht sichtbar war!
Nächster Stop war ein Bankomat, da ich dringend mexikanische Pesos brauchte. Die Fahrt nach Merida führt über die sogenannte Cuota, die kostenpflichtige Autobahn. Dort muss bar bezahlt werden! Zudem brauchte ich ebenso dringend Benzin, denn hier werden Autos mit einem bestimmten Füllstand übernommen und müssen ebenso zurück gegeben werden. Meines war bei der Übernahme nahezu leer! Meine Erfahrungen aus früheren Besuchen sagten mir, dass Benzin nur gegen Bargeld erhältlich sei. Also dringend zuerst den Stutz, dann erst den Saft! Die bange Frage war: Reicht der Saft bis zum Stutz und dann noch bis zum Saft?
Die ersten paar Bankomaten waren leer, also kein Geld für Willy. Nach längerer Suche fand ich schliesslich ein Gerät, welches die benötigten Scheine ausspuckte und ich konnte mich um das Benzin Problem kümmern. Glücklicherweise ist das Netz der Tankstellen der Pemex (nationale Benzingesellschaft) in und um die Städte sehr dicht und so fand ich schnell das notwendige Lebenselexier für meinen Motor.
Wie bereits erwähnt, führte der Weg nach Merida über die Cuota. Natürlich gab es auch den Weg auf Nebenstrassen aber die Fahrt hätte sehr viel länger gedauert und wäre unendlich viel mühsamer, da in allen Dörfern Topes (aka Schwellen) auf den übereilten Autofahrer warten.

Die Cuota war zwar viel schneller aber auch unendlich langweilig. Links und rechts der Strasse stehen über weite Strecken dicht an dicht kleine Bäume und Sträucher und verhindern so jede Aussicht auf die Gegen. Kaum je geht der Blick über den „Tunnel“ hinaus. Verkehr gab es praktisch keinen, da der Preis für die Mexikaner sehr hoch ist und ihn sich nur Touristen und Offizielle leisten können. Der Kampf gegen den Schlaf liess sich nur mit einem spannenden Podcast gewinnen, von den ich glücklicherweise viele dabei hatte.
Am späteren Nachmittag traf ich dann bei Otto ein, nach dem Zimmerbezug machten wir uns auf den Weg in die Stadt zu einem guten Nachtessen und zum für mich obligatorischen Sorbete de Mamey. Dieses schmeckte immer noch so gut wie beim letzten Besuch!
