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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 3 Mexico
Ausflug rund um Loreto - Missionen und ein Problem
Unser erster Besuch galt heute der ersten spanischen Mission in Kalifornien: Die Misión de Nuestra Señora de Loreto wurde 1697 errichtet. Allerdings nicht an ihrem heutigen Standort sondern 20 km nördlich von hier. Einige Jahre später wurde sie an ihrem heutigen Standort neu errichtet. Diese Mission war später auch Ausgangspunkt für Junipero Serra, der in ganz Kalifornien Missionen errichtete. Ich besuchte vor einigen Tagen die letzte der spanischen Missionen, jene von Sonoma in Alta California, dem heutigen US-Bundesstaat California.
Das gelbe Gebäude auf der linken Seite war früher das Priesterseminar, rechts die Kirche.
Auf über 500 m.ü.M. liegt eine weitere Mission, die Misión San Francisco Javier de Viggé-Biaundó welche 1699 gegründet wurde. Von Loreto aus sind es 30 km Fahrt auf einer guten Teerstrasse durch eine interessante Berglandschaft. Ich erinnere mich noch an unseren ersten Besuch hier vor nahezu 15 Jahren: Damals war die Fahrt ein richtiger Höllenritt auf einem besseren Karrweg. Voller Schlaglöcher und kein bisschen Teer. Die Zeiten haben sich geändert!
An einer Stelle schwemmte ein Bach einen Teil der Strasse hinweg, eine Verdauung soll dies in Zukunft verhindern. Da die grosse Baumaschine problemlos an der engen Stelle verkehrte, trauten wir unsmit unserem kleinen Mietauto auch. Die grossen Steine, welche die Maschine hinunter warf werden von Bauarbeitern manuell zu einer grossen Mauer verbaut. Der Zement wird auf der Ebene der Strasse gemischt und anschliessend hinunter getragen. Ein Krampf in der hier herrschenden Hitze!
Von unten sah die Baustelle noch viel eindrücklicher aus: Die bereits hohe Steinmauer und der Durchlass für den Fluss zeugen von der grossen manuellen Arbeit. Der Vorarbeiter nützt den Durchlass als willkommenen Schattenspender von wo aus er die Arbeiter gut überwachen kann.
Die Mission sieht auch von der Seite eindrücklich aus, besonders wenn man bedenkt, dass zur dieser Zeit keine mechanischen Maschinen zur Verfügung standen. Auch dieses Bauwerk ist weitgehend Handarbeit.
Der Innenraum ist sehr schlicht gehalten, mit Ausnahme des goldenen Altares sind keine Bilder vorhanden. Dieses Bild entstand mit 1600 ISO, im Innenraum war kaum Licht vorhanden. Erstaunlich, was die moderne Technologie zustande bringt.
Ein Blick über das Tal durch welches die Strasse zur Mission hinaufführt. In der Ferne ist ein wenig blau der Sea of Cortez zu erkennen. Die ganze Gegend ist sehr trocken, lediglich Kakteen und einige wenige andere Pflanzen gedeihen hier. Wenn es hingegen hier regnet, dann richten die Wasser grosse Schäden an den Strassen an, weshalb diese häufig erneuert werden müssen.
Anschliessend besuchten wir noch eine relativ neue Tourismus-Entwicklung der mexikanischen Fonatur bei Loreto. Fonatur, deren Symbol die rote Struktur inmitten der Kakteen ist, wird vom Staat zur Entwicklung touristischer Projekte verwendet. In ihrem Umfeld kommt es immer wieder zu Korruption und anderen Betrügereien. Politiker kaufen Land auf und lassen es sich dann von Fonatur für grössenwahnsinnige Projekte teuer abkaufen. Als ein Wachmann mich beim Fotografieren entdeckte, wollte er meine Kamera beschlagnahmen, da fotografieren verboten sei. Offensichtlich hat manhier etwas zu verstecken. Wir machten uns umgehend auf den Weg aus der Anlage, nicht ohne noch einige Eindrücke mit zu nehmen.
Ein Verbot führt bei mir zum gegenteiligen Effekt: Zwar legte ich meine Nikon zur Seite aber auch ein iPhone kann sehr gut fotografieren und fällt erst noch nicht gross auf.
Den potentiellen Käufern in dieses Projektes wird natürlich das Blaue vom Himmel versprochen: Blühende Wiesen, schönste Strände, ein funktionierendes Sozialleben, nette Nachbarschaften und was der Marketing Sprüche noch mehr sind. Die Realität sieht dann leider anders aus. Neben fertiggestellten Häusern gibt es viele Ruinen und unfertige Baustellen.
Es ist wohl nicht besonders interessant, wenn dem Nachbarn während des Baus das Geld oder die Lust ausging und das Projekt als Betonbunker stehen bleibt. Immerhin braucht man sich dann nicht über die lärmigen Nachbarn zu nerven ;-))
Ein geplantes Hotel blieb ebenfalls als Rohbau stehen, die pompöse Fassade ist nur auf dem Plakat zu sehen. Zur Fertigstellung wird es wohl kaum je kommen, immer noch wird mit grossen Plakaten um Käufer geworben.
Auch hier sind die Wohnungen noch nicht wirklich bezugsbereit. Die Fassaden zeigen schon jetzt Spuren des Verfalls. Den Investoren scheint auch hier noch kein guter Return of Investment in Aussicht. Ich würde die Investitionen als vorsichtiger Kaufmann schon mal abschreiben.
Auch dieses Projekt hatte schon lange keinen Besuch von Bauarbeitern mehr. Schade um die einstmals intakte Kakteenlandschaft. Die Stacheln der Kakteen passen viel besser in diese Gegend als die Armierungseisen, welche aus den Betonwänden spriessen.

Das gelbe Gebäude auf der linken Seite war früher das Priesterseminar, rechts die Kirche.

Auf über 500 m.ü.M. liegt eine weitere Mission, die Misión San Francisco Javier de Viggé-Biaundó welche 1699 gegründet wurde. Von Loreto aus sind es 30 km Fahrt auf einer guten Teerstrasse durch eine interessante Berglandschaft. Ich erinnere mich noch an unseren ersten Besuch hier vor nahezu 15 Jahren: Damals war die Fahrt ein richtiger Höllenritt auf einem besseren Karrweg. Voller Schlaglöcher und kein bisschen Teer. Die Zeiten haben sich geändert!

An einer Stelle schwemmte ein Bach einen Teil der Strasse hinweg, eine Verdauung soll dies in Zukunft verhindern. Da die grosse Baumaschine problemlos an der engen Stelle verkehrte, trauten wir unsmit unserem kleinen Mietauto auch. Die grossen Steine, welche die Maschine hinunter warf werden von Bauarbeitern manuell zu einer grossen Mauer verbaut. Der Zement wird auf der Ebene der Strasse gemischt und anschliessend hinunter getragen. Ein Krampf in der hier herrschenden Hitze!

Von unten sah die Baustelle noch viel eindrücklicher aus: Die bereits hohe Steinmauer und der Durchlass für den Fluss zeugen von der grossen manuellen Arbeit. Der Vorarbeiter nützt den Durchlass als willkommenen Schattenspender von wo aus er die Arbeiter gut überwachen kann.

Die Mission sieht auch von der Seite eindrücklich aus, besonders wenn man bedenkt, dass zur dieser Zeit keine mechanischen Maschinen zur Verfügung standen. Auch dieses Bauwerk ist weitgehend Handarbeit.

Der Innenraum ist sehr schlicht gehalten, mit Ausnahme des goldenen Altares sind keine Bilder vorhanden. Dieses Bild entstand mit 1600 ISO, im Innenraum war kaum Licht vorhanden. Erstaunlich, was die moderne Technologie zustande bringt.

Ein Blick über das Tal durch welches die Strasse zur Mission hinaufführt. In der Ferne ist ein wenig blau der Sea of Cortez zu erkennen. Die ganze Gegend ist sehr trocken, lediglich Kakteen und einige wenige andere Pflanzen gedeihen hier. Wenn es hingegen hier regnet, dann richten die Wasser grosse Schäden an den Strassen an, weshalb diese häufig erneuert werden müssen.

Anschliessend besuchten wir noch eine relativ neue Tourismus-Entwicklung der mexikanischen Fonatur bei Loreto. Fonatur, deren Symbol die rote Struktur inmitten der Kakteen ist, wird vom Staat zur Entwicklung touristischer Projekte verwendet. In ihrem Umfeld kommt es immer wieder zu Korruption und anderen Betrügereien. Politiker kaufen Land auf und lassen es sich dann von Fonatur für grössenwahnsinnige Projekte teuer abkaufen. Als ein Wachmann mich beim Fotografieren entdeckte, wollte er meine Kamera beschlagnahmen, da fotografieren verboten sei. Offensichtlich hat manhier etwas zu verstecken. Wir machten uns umgehend auf den Weg aus der Anlage, nicht ohne noch einige Eindrücke mit zu nehmen.

Ein Verbot führt bei mir zum gegenteiligen Effekt: Zwar legte ich meine Nikon zur Seite aber auch ein iPhone kann sehr gut fotografieren und fällt erst noch nicht gross auf.
Den potentiellen Käufern in dieses Projektes wird natürlich das Blaue vom Himmel versprochen: Blühende Wiesen, schönste Strände, ein funktionierendes Sozialleben, nette Nachbarschaften und was der Marketing Sprüche noch mehr sind. Die Realität sieht dann leider anders aus. Neben fertiggestellten Häusern gibt es viele Ruinen und unfertige Baustellen.

Es ist wohl nicht besonders interessant, wenn dem Nachbarn während des Baus das Geld oder die Lust ausging und das Projekt als Betonbunker stehen bleibt. Immerhin braucht man sich dann nicht über die lärmigen Nachbarn zu nerven ;-))

Ein geplantes Hotel blieb ebenfalls als Rohbau stehen, die pompöse Fassade ist nur auf dem Plakat zu sehen. Zur Fertigstellung wird es wohl kaum je kommen, immer noch wird mit grossen Plakaten um Käufer geworben.

Auch hier sind die Wohnungen noch nicht wirklich bezugsbereit. Die Fassaden zeigen schon jetzt Spuren des Verfalls. Den Investoren scheint auch hier noch kein guter Return of Investment in Aussicht. Ich würde die Investitionen als vorsichtiger Kaufmann schon mal abschreiben.

Auch dieses Projekt hatte schon lange keinen Besuch von Bauarbeitern mehr. Schade um die einstmals intakte Kakteenlandschaft. Die Stacheln der Kakteen passen viel besser in diese Gegend als die Armierungseisen, welche aus den Betonwänden spriessen.
