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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 3 Mexico
Ein weniger erfolgreicher Tag
Das erste Hotel lag laut der Beschreibung im Internet etwa 4 km nördlich der Stadt. Auf einer Piste fuhren wir noch einige km weiter, jedoch ohne Erfolg. Ich fragte eine Anwohnerin, welche leider auch nicht weiter wusste. Auch in einer lokalen Tortilleria fragte ich nach dem Weg. Auch hier erfolglos. Niemand scheint dieses Hotel zu kennen, ein Hinweis-Schild suchten wir vergebens. Vermutlich wollen diese Besitzer keine Gäste.
Anschliessend suchten wir südlich der Stadt ein weiteres Hotel, wurden aber auch hier enttäuscht. Einige sehr einfache Unterkünfte am Meer sind eher für Surfer geeignet, welche den ganzen Tag auf dem Meer sind und nur Nachts eine Bleibe brauchen. Nicht gerade das, was uns vorschwebt.

Der Strand südlich von Todos Santos bei der kleinen Ortschaft El Pescadero (der Fischer) ist nahezu menschenleer und sehr sauber. Ich kann mir gut vorstellen, dass hier exzellente Surf-Konditionen herrschen, wenn der Pazifik vom Wind aufgewühlt wird. Heute war zuwenig Wind und dementsprechend waren auch keine Surfer unterwegs.

In Richtung Süden sieht man eine grosse Anlage mit Eigentumswohnungen, zur Zeit alle unbesetzt. Die Anlage selber sieht trotzdem recht gut im Schuss aus. Offensichtlich klappt die Instandhaltung (noch) gut. Wie langen noch? Auch wenn die Anlage selber recht gut aussieht und die Bauqualität ebenfalls einen guten Eindruck hinterlässt, möchte ich hier nicht wohnen. Bis zur nächsten grösserer Ortschaft sind es etwa 15 km und auch Todos Santos ist nicht gross. Die Flughäfen von La Paz und Los Cabos sind gut 50 und 90 Minuten entfernt. Hier kann man nur surfen, am Pool oder im Meer baden und in der Sonne braten. Nach zwei, drei Tagen eher öd.
Vor zwei Tagen assen wir in einem kleinen Restaurant nahe bei unserem Hotel: Exzellente Salate frisch zubereitet mit ebensolchen Saucen. Dazu ein guter, sympathischer Service durch zwei junge Burschen. Nach den gestrigen Fleischbrocken wollten wir heute dort nochmals nur Salat essen. Die nächste erfolglose Idee: Das Restaurant ist von Montag bis Samstag geöffnet und heute, am Sonntag natürlich geschlossen. Wir fanden ein anderes Lokal, welches auf den ersten Blick sehr sympathisch war. Kaum sassen wir am Tisch und genossen ein kühles Bier begann der schlechte Service: Alle paar Minuten wollte der Mesero uns Hummer und/oder Fisch oder sonst etwas verkaufen. Schliesslich bestellten wir Salat und je eine Chicken-Fajita (Huhn mit Gemüse und Tortillas). Der Salat bestand aus Mayo aus der Tube, die Fajita auch nicht wirklich sorgfältig gemacht. Leider verliessen wir das Lokal nicht bereits nach einem Bier als uns der Mesero auf die Nerven ging. Ein weiterer Frust wäre uns erspart geblieben.
Ein Tag als Streichresultat, es kann nur wieder besser werden!
Nun werden wir uns morgen früh entscheiden, was wir mit den verbleibenden Tage machen werden. Optionen gibt es einige. Zur Zeit sind viele Hotels hier an der Südspitze der Baja im Ausverkauf, da nur sehr wenige Gäste hier sind. Rabatte von 50 und mehr Prozent auf die Preise rund um den Jahreswechsel sind jetzt hier üblich.
