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- Kategorie: Flucht vor dem November 12 - Teil Mexico
Der Tag der zweifachen Rettung!
Gleich in zweifacher Hinsicht erlebten wir heute die Rettung: Am Morgen fuhren wir an den Flughafen, um unser Auto gegen ein neues umzutauschen. Die ganze Prozedur dauerte nur gerade wenige Minuten und schon waren wir mit einem neuen fahrbaren Untersatz wieder unterwegs. Diesmal wie gewünscht ein Automat.
Und dann erlebten wir später noch eine zweite Rettung, davon aber später mehr.

Puerto Vallarta hat an der Bucht der Fahnen (Bahia de las Banderas) einen schönen Malecon, den wir entlang spazierten. Im Bild sind die Hotels auf der anderen Seite der Bucht im Ortsteil Nuevo Vallarta. Riesige Kästen mit hunderten von Zimmern, die zur Zeit leider die meisten leer stehen. Einerseits hängt dies mit der aktuellen Zwischensaison zusammen, andererseits beklagen sich aber auch viele Leute über die ausbleibenden Gäste aus den USA und aus Canada. Europäer sind hier ohnehin selten, da der Flug für die meisten doch zu weit ist. Im Vordergrund ein Fischerboot mit vielen Pelikanen, von den es hier sehr viele gib.

Eine andere Sicht der Bucht mit einer der zahllosen Skulpturen am Malecon. Einheimische Künstler erhalten hier die Gelegenheit, ihre Werke aus zu stellen. Die grazilen Kokospalmen bewegen sich ganz leicht im Wind.

Ein Restaurant-Besitzer verfüttert täglich die Fisch-Abfälle seines Lokales an die Pelikane, welche ihn schon gut kennen. Sobald er mit seinem Plastik-Gefäss auftaucht, fliegen die Vögel aus allen Richtungen an, um ja keinen Bissen zu verpassen. Und dann heisst es doch: "There is no free lunch"!

Nach der Mahlzeit ruht dieser Pelikan noch etwas am Strand aus, bevor er sich wieder in die Lüfte schwingt, um auf einem Hausdach oder einem Boot eine längere Verdauungspause ein zu legen.

Wenn ein gratis Lunch angeboten wird, sind auch die Fregattvögel nicht weit. Sie ziehen ihre Kreise hoch über dem Sand und ab und zu wirft der Koch auch einen Fischteil in die Luft. Sofort bricht dann ein Luftkampf um die Leckerbissen an.

Auch die Fregattvögel ruhen nach erfolgreichem Fressen aus, diesmal benützen sie eine der Skulpturen als Ruheplatz. Die Bronze-Frau scheint ihnen besonders zu liegen.

Eine italienische Familie aus der Gegend von Venedig hat hier am Malecon eine Gelateria und Kaffeebar eröffnet. Sie bieten neben hervorragendem Espresso auch selber gemachte Gelati in vielen Geschmäkern an. Damit rettete sie uns heute zum zweiten Mal: Der übliche Kaffee ist nicht sehr gut, meist ist der Espresso entweder nicht stark oder dann sauer, zur Abwechslung auch mal bitter. Hier jedoch richtig italienisch: Stark, heiss und ausgezeichnet!

Ganz wie in Italien sieht die Gelato-Bar aus, kein Wunder, denn sämtliche Einzelteile stammen aus Italien. Die Familie ist nach ihren Aussagen der einheimischen Wirtschaftskrise entflohen und lebt nun zusammen mit der jungen Tochter in Puerto Vallarta. Sie haben hochfliegende Pläne mit ihrer Bar und wir wünschen ihnen nur schon wegen der Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen alles Gute! Das kulinarische Italien macht sich auch in Mexico sehr gut!
