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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 2 Route 66
Besuch in der Motor-City
Der Besuch der Niagara-Fälle auf der kanadischen Seite war leider auch heute nicht möglich, zu starker Regen hielt mich vom Aussteigen ab. Also machte ich mich auf den Weg nach Detroit zurück in den USA. Ich fuhr die ganze Strecke durch Kanada, wobei bis am früheren Nachmittag ein mehr oder weniger starker Dauerregen fiel.
Die Fälle wären auf der kanadischen Seite aber viel interessanter, als von der amerikanischen Seite aus gesehen. Schade.

Der Detroit River bildet hier die Grenze zwischen Kanada und den USA. Die Brücke dient heute vor allem dem Schwerverkehr als Grenzübergang. Die Autos werden durch einen Tunnel geleitet, welcher den Fluss unterquert. Entlang des Flusses sind viele Leute am Fischen, meist Schwarze, welche in Detroit die überwiegende Mehrheit (> 82%!) der Bevölkerung stellen. Detroit ist die erste grössere Stadt der USA, welche 2013 offiziell in Konkurs ging. Mit dem Niedergang der amerikanischen Autoindustrie fielen die meisten Steuereinnahmen weg und die Stadt verfügt nur noch über wenige Einnahmen. In den Aussenquartieren ist die Armut anscheinend sehr gross. In der Innenstadt ist aber kaum etwas davon zu festzustellen. Allgemein gilt Detroit als die gefährlichste Stadt der USA
Die Wiedereinreise in die USA ging problemlos vonstatten, der nicht stark beschäftigte Grenzbeamte liess sich Zeit und plauderte einige Minuten mit mir. Er wollte wissen, ob ich wirklich mit meinem kleinen Auteli bis nach San Francisco fahren wollte. Für ihn offensichtlich unverständlich. Trotzdem liess er mich einreisen und wünschte mir mit einem Augenzwinkern noch freundlich eine gute Weiterreise.

Ein sogenannter People-Mover, eine Hochbahn macht eine Rundfahrt durch die Stadt. In gut 30 Minuten lässt sich der Rundkurs bewältigen und erlaubt so mühelos einen Überblick über die Innenstadt zu erhalten. Die Aufnahmen der Innenstadt musste ich durch die geschlossenen Fenster der Bahn machen, die Bildqualität ist deshalb eher mittelmässig. Einen Eindruck erhält man aber immerhin auch so.

Eine der Hauptstrassen der Innenstadt, nahezu menschenleer, auch nur wenig automobiler Verkehr ist unterwegs.

Auf der rechten Seite ein gigantisches Parkhaus, welches von aussen kaum als solches zu erkennen ist. Die Glasgebäude auf der linken Seite gehören zum Hauptsitz von General Motors, einem der in Detroit ansässigen Autokonzerne. General Motors ging 2009 in Konkurs und konnte nur mit gigantischen Steuermitteln der Bundesregierung gerettet werden. Neben GM sind auch Ford sowie Chrisler in der Gegend ansässig. Auch VW hat seinen US-Hauptsitz in einem Vorort Detroits.

Der Blick über den Fluss zeigt Windsor, die kanadische Schwesterstadt Detroits. Die geografische Lage von Detroit ist insofern speziell, als es die einzige grössere Stadt der USA ist, von der aus Kanada im Süden liegt!
Heute machte ich in Kalamazoo Station, einer Stadt etwa 250 km von Chicago entfernt. Ein guter Ausgangspunkt für die morgige Fahrt in die Grossstadt.
