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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 2 Route 66
Route 66 - Tag 11 - Grand Canyon, AZ - Las Vegas, NV: Ein grösserer Umweg

Also entschloss ich mich, über Las Vegas ins Death Valley zu fahren und zuerst mal einen ganzen Tag in Las Vegas etwas auf der faulen Haut zu liegen. Die nächsten paar Tage sind extreme Temperaturen angesagt: Heute war ein neuer, absoluter Rekord für diese Jahreszeit: 111 Grad Fahrenheit, 43.9 Grad Celsius! Da brauchte ich einen Pool und fand diesen im Mandalay Bay Resort in Las Vegas.

Zuerst aber einmal galt es, den Pool zu verdienen: 460 km lagen vor mir, dazu noch einige der schönsten Strecken der Route 66. Etwas südlich des Grand Canyons steht bei einem kleinen Flughafen ein Museum mit alten Flugzeugen, darunter auch das schönste je gebaute Verkehrsflugzeug, eine Super Constellation. Eines der wenigen noch flugtauglichen Modelle fliegt in der Schweiz, wenn sie nicht gerade wegen grösseres technischen Probleme am Boden steht.

Auf dem Weg lag eine kleine Ortschaft mit einer grossen Bedeutung für den Erhalt der Route 66: Seligman. Ein lokaler Coiffeur setzte sich stark für den Erhalt der Strasse ein und sorgte dafür, dass in allen Anrainer-Bundesstaaten lokale Unterstützungsvereine entstanden. Aus diesem Grund nennt sich Seligman auch Geburtsort der historischen Route 66.
Ein typisches Motel aus den 50-er Jahren, welches noch immer in Betrieb ist.

Seligman liegt „nur“ 280 km von Las Vegas entfernt; einige lokale Tourismus-Veranstalter bieten Ausflüge auf der Route 66 an. Seligman ist dann eine der besuchten Stationen. An der Hauptstrasse gibt es entsprechend viele touristisch aufgemotzte Läden, wo allerhand Route 66 - Memorabiilen angeboten werden. Nicht sonderlich interessant. Ich konnte leider nicht durch die schwarzen Scheiben der Busse sehen, mich hätte interessiert, ob auch in ihnen einarmige Banditen installiert waren.
Ein weiteres Beispiel eines "typischen Route 66" Ladens. Na ja.
Frachtzüge sind entlang der Strecke sehr häufig zu sehen. Meist von mehreren Diesel-Loks gezogen und sehr, sehr lang. Hier bahnt sich nur scheinbar eine Katastrophe an, die beiden Züge fahren auf je eigenen Gleisen.
Kingman ist die vorerst letzte Station für mich auf der Route 66. Von hier aus führt mein Weg zuerst nach Las Vegas, dann ins Death Valley bevor ich dann in einigen Tage etwas nördlich von Los Angeles wieder dazu stosse, um noch die letzte Strecke bis zum Pazifik zurück zu legen. Zuerst aber noch in die Wärme bei Temperaturen über 40 Grad!
In Kingman stehen diese Silos beim Bahngeleise, auch sie ein viel fotografiertes Wahrzeichen der Route 66.
Völlig überrascht war ich, als ich im Hotel einchecken wollte: Wie am Flughafen erwarteten mich lange Warteschlangen. Nach 20 Minuten war es aber so weit und ich hatte meine Schlüssel und konnte an den Pool!
