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- Kategorie: Atlantik, USA und Mexico 14 - Teil 2 Route 66
Route 66 - Tag 13 - Las Vegas, NV - Death Valley, CA: Furnace Creek, genau der richtige Name

Von Las Vegas sind es nur wenige km bis zum Eingang ins Death Valley. Etwa auf halben Weg passierte ich heute die Staatsgrenze zum letzten Staat auf dieser Reise. California ist ohnehin mein Lieblingsstaat.

Das erste Dorf auf der kalifornischen Seite ist Amargosa, wo so gar ein eigenes Opernhaus existiert. Die Besitzerin, Marta Becket, tritt während der Saison wöchentlich auf. Im Dorf selber leben kaum mehr Leute, die Ortschaft ist dafür zu abgelegen. Die diesjährige Saison ist leider schon zu Ende, dieses Spektakel hätte ich mir nicht entgehen lassen!

Am Eingang des Nationalparkes empfing mich heute dieses Schild: Ich kann nur zustimmen: Wirklich sackheiss! Gefährlich ist dies jedoch nicht, zumindest wenn man einige Vorsichtsregeln beachtet und vor allem sehr viel trinkt!

Die erste Station im Park war Dantes View, ein eindrücklicher Aussichtspunkt auf 1669 m.ü.M. An sich nicht so beeindruckend, wenn man nicht weiss, dass direkt unterhalb der tiefste Punkt Badwater liegt, mit -85.5 m.ü.M. der tiefste Punkt in Nordamerika.


Die nächste Station war der Zabriskie-Point. Dieser Name ist den Filmfanatikern bekannt, ein Film vom 1970 von Michelangelo Antonioni heisst ebenso.

Auf dem Weg vom Zabriskie-Point in Richtung Badwater Basin liegt die Meereshöhe. Oh Wunder, auch unterhalb der Meereshöhe lässt sich noch gut atmen. Einzig die heisse Luft zwingt zum häufigen Trinken.

Badwater, der tiefste Punkt Nordamerikas liegt auf -85.5 m.ü.M. In den kümmerlichen Wasserresten sieht man ab und zu kleine Wasserflöhe. Das Wasser wäre für uns untrinkbar, da sehr salzhaltig.

Der Beweis für meine Aussage mit der Meereshöhe. Nachgemessen habe ich aber nicht, ich glaube für einmal einfach den Aussagen des Nationalpark-Personals. Mein Navi zeigte jeoch eine ähnliche Meereshöhe an.

Der Teufel hat hier früher Golf gespielt, zumindest heisst die Gegend noch heute Devils Golf Course. Ich habe ihn nicht angetroffen, auch den angeglichen Schwefelgeruch bemerkte ich nicht. Vielleicht war es aber auch nur zu heiss, sogar für den Leibhaftigen!

Die ganze Gegend des Golfplatzes ist von riesigen Salzkristallen bedeckt. Das Death Valley verfügt über keinen Ausfluss in Richtung Meer, alles Wasser bleibt im Tal liegen und verdunstet. Dabei blieben die Mineralien, welche der Regen aus den umliegenden Bergen auswäscht, als grosse Kristalle zurück.

Diese Gegend nennt sich Artists Palette, die beim Bemalen des Tales nicht verwendeten Farben liegen hier als Abfall zurück. Zumindest kann man sich das sehr gut vorstellen. Bei dieser Hitze machen Malerarbeiten überhaupt keinen Spass, ich würde einfach sämtliche Farben entsorgen, bevor ich mit der Arbeit beginnen würde!
Heute nacht werde ich die Klimaanlage wohl kaum ausschalten, die Hitze ist auch mit der Anlage kaum auszuhalten.
