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- Kategorie: California 17 - Reise mit Freunden
Fort Ross, die russische Siedlung in California
Ich bin seit letztem Sonntag mit langjährigen Freunden aus der Schweiz unterwegs. Mit Franz Keller wuchs ich in Adliswil auf, seine Frau kenne ich seit die beiden heirateten. Ihr Sohn Sebastian ist zur Zeit als Post-Doc in Stanford und ich nutze die Gelegenheit, mit ihnen einige Tage in California zu verbringen.
An der Pazifik-Küste etwa 145 km nordöstlich von San Francisco waren von 1812 bis 1842 die Russen mit einem Fort präsent. Ihre Idee war es, von hier aus ihre Besitzung Alaska mit Gemüse, Fisch und anderen Lebensmittels zu versorgen. Sehr erfolgreich war das Vorhaben allerdings nicht und so verkauften sie ihr Land an einen Johann August Sutter. Später fiel das Fort an die USA und wurde zu einem Statepark.

Die Pazifik-Küste ist hier sehr wild, beim heutigen schönen Wetter ergab sich ein wunderbarer Anblick nach dem anderen. Das Wasser konkurrierte mit dem Himmel um das schönere Blau, ich konnte keinen klaren Sieger ausmachen.

Bei der Fahrt von Santa Rosa hinunter an den Pazifik begegneten wir zwei Wild Turkey, einmal mehr mit dem iPhone nur als Erinnerungsstütze zu fotografieren.
Ein Bauer war mit seinem kleinen Bäggerlein unterwegs, offensichtlich freute ihn der schöne Tag so sehr, dass er mit seinem Gefährt ein Ballett ausführte. Als er bemerkte, dass ich ihn filmte, stoppte er. Eigenlich schade, denn seiner Lebensfreude braucht sich niemand zu schämen!

Beim Parkplatz der russischen Siedlung gab es zwei Ladestationen für Elektro-Autos. Wenn die Amerikaner etwas machen, dann gerade richtig. Mitten im Niemandsland gibt es modernste Technologie.

Zur Zeit stehen an vielen Stellen am Pazifik diese pink-farbenen Blüten, sie heissen hier Naked Ladies, botanisch sind es Amaryllis belladonna. Zur Blütezeit kommt lediglich ein nackter Stengel aus dem Boden, welcher oben die Blüte trägt, die Blätter erscheinen erst später.

Die Gebäude des russischen Forts wurden restauriert, ganz rechts die Kirche, in der Mitte ein Wohnhaus. Das 1906-er Erdbeben zerstörte die meisten der Gebäude, ein späteres Feuer tat sein Übriges.

Zwei kleinere Kanonen schützten die Kirche vor bösen Menschen, oder sollten sie wohl den heiligen Geist fern halten?

Ein weitere der unzähligen schönen Strände, menschenleer mit einer schönen Wellenlandschaft. Das kalte Wasser ist nicht alleine schuld, dass hier keine Badenden zu sehen sind, die Gegend ist auch sehr schwach besiedelt.
