Galle und ein erster Teil von Sri Lankas Süden

Einmal mehr besuchten wir heute eine prominente Stupa (Dagoba in Sri Lanka). Diese wurde von den Japanern gestiftet. Sie ist in makellosem Weiss gehalten und liegt auf der gegenüberliegenden Seite der Stadt Galle auf einer Landzunge.

Ganz links aussen liegt das portugiesisch / holländische Fort, welchem wir gestern einen längeren Besuch abstatteten. In der Distanz sind der weisse Leuchtturm sowie eine grosse Moschee direkt daneben auszumachen. Die Festungsanlagen nützten weder den Portugiesen (durch die Holländer vertrieben), noch den Holländern (durch die Engländer vertrieben). Auch die Engländer wurden schliesslich durch die Sri Lanker vertrieben. Immerhin blieb mit dem Fort ein interessantes Bauwerk bestehen, welches viele Touristen anzieht und so viel Geld in die Stadt bringt. Touristen tragen denn auch massgeblich zum Einkommen der Stadt bei. Viele der alten Häusern innerhalb des Forts wurden in Boutique-Hotels umfunktioniert, welche teilweise weit über 400 US$ pro Nacht kosten.

Beim Parkplatz der Anlage trafen wir einen guten Bekannten, den wir im unverarbeiteten Zustand noch nie bemerkten: Ein Cashew Baum mit unseren liebsten Nüssen. Unverkennbar war schon die Form der Früchte, auch wenn diese noch viel zu grün waren.
Einmal mehr machten wir uns am frühen Nachmittag auf einem Fluss / See mit einem Boot auf den Weg zu einer Insel. Dabei konnten wir anlässlich einer Demonstration beobachten, wir aus einer Rinde eines Strauches mit ziemlich viel Handarbeit feine Zimtstangen entstanden. Dazu mehr hier.

Diese kleine Insel wird von einer hohen Palme überragt. Auf meinen Reisen traf ich schon oft als Palmen verkleidete Handy-Antennen. Nichts lag also ferner, hier dasselbe zu vermuten ...

... zumal unser Bootsführer während der ganzen Überfahrt ständig mit dem Mobil-Telefon SMS schrieb und las. Bisher trafen wir in Sri Lanka wenige Personen ohne Mobil-Funk Gerät. Dieses wird in allen möglichen Lebenslagen eingesetzt, am liebsten natürlich am Steuer des Autos oder auf dem Fahrrad.

Kurz vor unserem Etappenort sahen wir am Strand zwei sogenannte Stilt-Fisher oder Stelzenfischer. Diese sitzen auf hohen Stangen und fischen von hier aus im Meer. Diese beiden hatten aber nicht mal Köder dabei. Sie verdienten ihr Geld mit den Spenden der Touristen. Wenige anstrengend und sicher auch lohnender. Kaum hatte ich das Bild im Kasten, stiegen die beiden flink von ihren Stangen herunter und machten die hohle Hand.

Nachdem unser gestriges Hotel eher ein Reinfall war - sehr lärmig gelegen sowie unfreundliches Personal und schlechter Service trafen wir heute auf eine Neu-Eröffnung, welche auch unser Fahrer noch nicht kannte. Schön gelegen und sehr stimmungsvoll, nur durch eine Strasse vom schönen Strand getrennt.

Am Strand trafen wir dann noch einen Weihnachtsbaum, den sogar ich mir gefallen lasse. Blaues Meer, heller, fast weisser Sand und dazu gut 30 Grad: So darf der Baum stehen bleiben!
