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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Halbedelstein aus Sri Lanka: Der Moonstone (Feldspat)

Eine Spezialität Sri Lankas ist der Moonstone, der Feldspat. Dieser Halbedelstein wird hier aus bis zu 30 m tiefen Schächten ans Tageslicht geholt und anschliessend zu Schmuck verarbeitet. Im Süden Sri Lankas liegt die weltweit grössteFundstelle dieses Steines. Wir besuchten in der Nähe von Galle eine solche Mine.

Die Schachtanlage mit dem Seilzug, über welchen der mineralhaltige Sand an die Oberfläche kommt. Im Vordergrund liegt noch Sand von den letzten Schichten, der noch nicht vollständig verarbeitet wurde.

Während der kürzlichen Fluten lief dieser 14 m tiefe Schacht voll Wasser und muss nun zuerst wieder mühsam leergepumt werden, bevor die Förderung weiter gehen kann. Der rechte Teil des Schachtes ist noch nicht ausgehoben, soll aber auch viel Mondstein enthalten. Am Boden des Schachtes verzweigen mehrere Seitenschächte in alle Richtungen. Bergmännisch korrekt sind diese Schächte wohl kaum ausgebaut. Sehr gefährlich ist die Arbeit hier unten sicher auch und heiss ist es ebenfalls.

Der Sales-Manager der Anlage erläutert hier Brigitte einen eingsetürzten Schacht, der nicht mehr restauriert wird. Diese Arbeiten lohnen sich wohl kaum. Das Holz der Stützkonstruktion ist schon sehr morsch, der Schacht brach schon vor einigen Jahren ein.

Der geförderte Sand wird in frischen Wasser ausgesiebt. Die feinen Stücke fallen durch das Maschengitter des Siebes, die gröberen Teile bleiben im Sieb zurück.

Der Sales Manager zeigt stolz das Resultat der Arbeiten während der Arbeiter, der die schwere Arbeit verrichtet, gnädigerweise auch noch dabei stehen darf. Ein Wunder, dass der Manager ohne Kravatte auftrat!

Das Resultat einiger Waschvorgänge besichtigten wir anschliessend im Hauptgebäude der Anlage, wo auch die Werkstätten unter gebracht sind. Schön ist hier der bläuliche Schimmer der Steine zu sehen. Einige sind auch eher gelblich eingefärbt.

Die einzelnen Stücke werden an Diamantscheiben geschliffen und poliert.

Das Ergebnis des Schleifens: Meist blaue oder zumindest bläuliche Steine, welche für die Schleifarbeiten zuerst auf ein feines Stück Holz oder Bambus geklebt werden. Wiederum der Manager, der die Steine stolz präsentiert.

Viele Steine werden gerade hier in der Werkstatt in Schmuckstücken verwendet. Hier ein Paar Ohrhänger, welcher wohl eher lokalem oder indischem Geschmack entspricht. Auf dem schwarzen Brett liegen einige Steine zur Bearbeitung bereits. Diese werden pro Schmuckstück nach Grösse und nach Farbe eingesetzt.

Der letzte Schritt des Prozesses findet selbstverständlich im Showroom statt. Hier kann die Kundin ihr gefallende Stücke aussuchen und selbstverständlich direkt kaufen und bezahlen.
Brigitte leistete sich ein Paar Ohrstecker mit hellblauen Steinen.
