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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Von Erleuchteten zum Erleuchter
In Matara, knappe 20 km von unserem Hotel entfernt, ist ein weiterer Tempel dem Erleuchteten gewidmet. Ihm galt heute unser Besuch.

Wie in allen Tempeln Sri Lankas mussten wir auch hier unsere Schuhe beim Eingang stehen lassen. Anschliessend dann auf nackten Füssen über die teilweise recht spitzen Steine zu gehen ist für unsere ungeübten Füsse sehr schwierig. Zumal wenn die Sonne vom wolkenlosen Himmel brennt, die Steine sind dann glühend heiss.

Diese Buddha Statue ist 39 m hoch und im Gegensatz zu den meisten anderen Statuen ist diese rundum eingehaust und kann deshalb gut besichtigt werden. Das Haus selber gleicht einem Comic-Buch, überall sind Malereien, welche an das Leben Buddhas erinnern.

Im Innern des Hauses sind alle Wände und Decken bemalt. Kaum ein Flecken, wo noch ein Bild hinpassen würde.

Einige Details von Gemälden, diese sind teilweise sogar plastisch ausgeführt und allesamt sehr farbenfroh.

Buddha lebte angeblich einige Zeit im Wald und wurde sogar von den Waldtieren verehrt. Die hätten ihm sogar Nahrung gebracht. Auch die Elefanten seien vor ihm in die Knie gefallen.

Bevor die letzten Stufen zur obersten Ebene führt, weist dieses Schild darauf hin, dass der Zugang sehr gefährlich sei. Unser Führer zeigte uns den Weg trotzdem. Da wir das Schild nicht entziffern konnten, folgten wir ihm ohne nach zu denken. Beim Abstieg erst fragte ich ihn, was auf dem Schild stehe. Mit einem Schmunzeln erklärte er die Zeichen. Der Aufstieg hat sich auf alle Fälle gelohnt.

Von der obersten Ebene des Hauses geniesst man denselben Blick in die umliegenden Reisfelder, wie sie auch Buddha wahrnehmen würde, wäre er nicht aus Stein.

Fast jeden Tag sahen wir hier eine Hochzeit, zum ersten Mal aber heute einen Anlass, bei dem die Männer in ihrer traditionellen Tracht gekleide waren. sogar die kleinen Jungen machten da mit.

Der nächste Stopp nach dem Erleuchteten machten wir uns auf den Weg zum südlichsten Punkt Sri Lankas bei Dondra. Natürlich ist dieser mit einem Leuchtturm versehen, dessen Licht bereits 14 km vor der Küste vom Meer aus gesehen werden kann. Er verbreitet sein Licht ab 18:30 jeden Abend bis um 06:00 am folgenden Tag. Mancher Seefahrer freute sich sicher schon über die ihm zuteil gewordene Erleuchtung.

Selbstverständlich machten wir uns auf,die Spitze des Turmes zu ersteigen. 55 m und 220 Treppenstufen lagen vor uns im 1889 durch die Engländer erbauten Turmes. Die Säule in der Mitte der Treppe hatte eine doppelte Funktion. Da zur Bauzeit das Telefon noch unbekannt war, diente die hohle Säule als „Fernsprecher". Unten hinein gesprochene Worte und Anweisungen waren 55 m in der Höhe noch problemlos zu verstehen.

Von der obersten Ebene des Turmes geniesst man eine schöne Rundsicht über die umliegende Gegend mit den vielen Stränden. Auch hier hat sich der Aufstieg mehr als gelohnt, auch wenn ich in der stickigen Luft im Turm stark schwitzte.

Japan spendete diesen Tempel auf einer kleinen Insel vor Matara. Eine Fussgängerbrücke führt vom Festland hinüber, dann folgt ein kurzer Aufstieg zu den Anlagen. Genug, um auch hier viele Schweisstropfen zu vergiessen. Die Einheimischen am Ufer brauchen ihre Schirme hier nicht gegen den Regen, sondern gegen die Sonne, die erbarmungslos vom Himmel brennt. Kaum 20 Minuten nach diesem Bild ergoss sich ein veritabler Tropenregen vom Himmel. Die Schirme fanden dann einen ganz anderen Verwendungszweck.
