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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Beinahe 55 km für die Katz gefahren
Bereits kurz nach 05:00 hiess es heute früh aufstehen: wir wollten die in dieser Gegende lebenden und viel beschriebenen Wale besuchen. Nach einigen Verzögerungen legte das Schiff dann schliesslich ab und wir fuhren aufs offene Meer hinaus.

Ein wesentlicher Vorteil der frühen Tagwache war, dass wir uns den Sonnenaufgang ansehen konnten. Das Licht ist jeweils kurz vor Sonnenaufgang sehr farbig; Dieser Strand glänzt zu dieser frühen Stunde noch durch die Abwesenheit von Badenden.

Der Vollmond war an der, dem Sonnenaufgang gegenüberliegenden Seite gerade am Untergehen. Das kleine Fischerboot kam ebenfalls wie gerufen vorbei. Was die Sri Lanker nicht alles machen, um den Touristen eine Freude zu bereiten!

Die Fischerboote sind so früh am Morgen schon wieder von ihrem nächtlichen Fischzug zurück, die frische Ware ist ausgeladen und nun sind die Fischer unterwegs nach Hause zu ihrem wohlverdienten Schlaf. Hier wird sehr viel Yellowfin-Tuna gefangen, leider ist er jedoch in den Restaurants nicht zu finden oder wenn, dann auf dem Grill zubereitet und bis zur Unkenntlichkeit verkohlt. Schade, denn diesen Fisch mag ich besonders gerne, am Liebsten nahezu roh nur mit etwas Olivenöl, Salz und wenig Wasabi gewürzt. Alles zusammen gibt es wohl nirgends!

Das iPhone verfügt über ein eingebautes Navi, welches die Höhe über Meer angeben kann. Allzu genau ist es aber wie alle Navis bei dieser Aufgabe wohl nicht. Am Meer ist der Unterschied ja augenfällig, im Gebirge sollte man sich vielleicht besser nicht auf ein modernes GPS verlassen, sondern eher zum altbekannten Höhenmesser greifen!

Ein Leuchtturm markiert den südlichsten Punkt Sri Lankas bei Dondra. Der eindrückliche Leuchtturm ist auf diesem Bild aus etwa 10 km Entfernung nur als kleiner, weisser Strich in der Landschaft zu sehen. Abends bei Licht sieht er vermutlich eindrücklicher aus. Nur bin dann ich lieber im warmen Bett als auf dem offenen Meer.

Gute 20 km vom Ufer entfernt dann die erste Begegnung mit einem Blauwal. Hier zuerst nur mal als Dampffontäne wenn das riesige Tier auftaucht und die verbrauchte Luft ausstösst. Schon diese Fontäne löste aber auf dem Schiff einen Begeisterunssturm aus. Immerhin etwas.

Das höchste der Gefühle dann dieser Rücken, die Schwanzflosse wollte er uns heute leider nicht zeigen. Der Wal tauchte ganz unspektakulär wieder ab.

Am späteren Nachmittag kamen wir an unseren nächsten Ort an: Tissamaharama. Hier werden wir drei Nächte stationär bleiben. In den beiden vollen Tagen wollen wir uns den Yala-Nationalpark ansehen. Dort werden eigentliche Safaris angeboten mit Begegnungen von Elefanten, Vögeln sowie mit viel Glück einem Leoparden.
Dann gibt es in dieser Gegend noch zwei Vogelschutzparks, welche auch auf der Besuchsliste stehen. Morgen geht es um 05:30 schon wieder vom Hotel los, die Jeepsafari startet kurz vor Sonnenaufgang um 06:00 beim Eingang des Parkes.

Auch heute Abend setzte ein kurzer, aber heftiger Regen ein, der aber nach wenigen Minuten schon wieder vorbei war. Die schwarzen Wolken sahen zu Beginn aber ganz schön bedrohlich aus.

Nach dem Regen zeigte sich die Landschaft vor unserem Hotelzimmer sauber gewaschen, die Wolken ziehen schon wieder ab. Die Reisfelder sind in dieser Gegend Sri Lankas gerade im schönsten Grün, in einigen Monaten wird der Reis geerntet, bevor dann für die zweite jährlich Ernte die Saat erneut ausgebracht wird.
