- Details
- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Yala National Park - Auf der Suche nach Elefant und Leopard

Das Einleitungsbild sagt schon viel aus: In der Natur und das schon früh am Morgen. Tatsächlich ging es heute schon um 05:30 los mit einer Fahrt in einem offenen Allrad-Fahrzeug in Richtung Yala National Park.

Ein Schild wies schon kurz vor dem Parkeingang auf diesen hin. Um 06:00 wurde das Gate geöffnet und die allermeisten Touristen standen genau um diese Zeit zum Eintritt bereit.

Eine der ersten Begegnungen galt diesem hornigen Gesellen, dessen Silhouette sich im harten Licht schön vom Wasser abhebt. Viele Flüsse und Seen in Sri Lanka werden von Krokodilen bewohnt. Unfälle passieren auch jedes Jahr, besonders unvorsichtige Leute fallen den Räubern zum Opfer. Daneben werden vor allem kleinere Säugetiere zur Beute der Echsen, auch Fische werden natürlich nicht verachtet.

Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Tages holt sich dieser Painted Storck auf der Spitze eines Baumes. Painted heisst er absolut zu Recht: Zuerst mal hat er einen knall gelben Schnabel, der zudem am Ansatz fast schon kitschig orange-rot gefärbt ist. Dazu passen die schwarzen und weissen Teile des Rumpfes, wobei das Weiss beim Schwanz noch flamingo-pink eingefärbt ist. Die Beine leuchten dann in einem nochmals anderen rot. Weshalb wohl kam die Evolution auf solche Ideen?

Ganz anders dann dieser Raubvogel: Ganz sicher sind wir uns nicht, wir vermuten eine Art von Hawk (Habicht), sahen aber auch andere Bezeichnungen. Gemäss unserem Vogelbuch ist die beste Bezeichnung ein Changeable Hawk Eagle. Ob er wohl zwischen Hawk (Habicht) und Eagle (Adler) wechselt, oder ganz einfach sein Gefieder im Laufe des Jahres wechselt? Eine Etikette mit einer Markenbezeichnung suchten wir leider vergebens.

Plötzlich standen wir dann in einem riesigen Verkehrsstau. Der Fahrer rechts soff mit seinem Auto im Seitengraben richtiggehend ab und verstopfte so den ganzen Track. Völlig grundlos war der Stau aber doch nicht, denn ...

... ein schöner Leopard (Gattungsname, nicht geschlechtsspezifisch zu verstehen) versteckte sich auf einem Baum nahe der Strasse und verschlief die ersten Stunden des Tages. Da er ohnehin meist nachtaktiv ist, erholte er sich wohl von seinen nächtlichen Beutezügen. Von Weg aus war gerade mal der Kopf zu sehend, dieser dafür im schönsten Sonnenschein. Der Rest der Katze versteckte sich hinter dem Baum. Von der anderen Seite war wiederum nur das Hinterteil zu sehen, welches erst noch im Schatten lag.

Die asiatischen Elefanten sind kleiner als ihre afrikanischen Kollegen. Als besonderes Merkmal stechen mir immer die hellen Zehennägel ins Auge, welche mir bei ihren Vettern nicht auffallen. Plötzlich erschien diese Dame au dem dichten Wald und wollte über die Strasse. Sie geduldete sich aber während einiger Minuten, bis die Autos vorbei waren.

Besonders farbenfroh sind die Bee-Eater oder Bienen-Fresser. Dies ist ein Little green Bee-Eater. Sri Lanka ist voll von Bee-Eatern

Die Spotted Deer nehmen kaum gross Notiz vom herumstolzierenden Pfau, dessen Gefieder gerade schön in der Sonne glänzt. Der Pfau versuchte, seine Angebetete zu beeindrucken, was diese aber völlig kalt lies. Und alles stolzieren nützte nicht einmal bei den Deer, ein armer Kerl!

Auch Wildschweine leben im National Park, sie werden ab und zu von den etwa 20 Leoparden gejagt, welche im Park zu Hause sind.

Zwei White-throated Kingfisher bauen am Rand der Strasse in der Böschung ihr Nest. Unmittelbar rechts vom rechten Vogel ist der Eingang der Höhle zu sehen. Normalerweise nisten die Kingfisher an den sandigen Ufer-Böschungen von Flüssen und Seen, wenn diese nicht verfügbar sind, wird offensichtich auch ein Strassenrand genutzt.
Insgesamt eine erfolgreiche Early Morning Safari. Der Park ist nur durch wenige Pisten erschlossen und einige davon wurden vom Tsunami völlig zerstört. Auch eine Lodge im Park am Ufer des Indischen Ozeans wurde hinweg gefegt. 47 Menschen, die gesamte Belegschaft sowie sämtliche Gäste kamen hier ums Leben. Sie wurde nicht wieder aufgebaut.
