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- Kategorie: Winterreise 12 / 13 - Sri Lanka
Bundala Nationalpark - Warnung: Viele Bilder!

Ein weiterer Nationalpark liegt nahe bei unserem Aufenthaltsort. Bundala Nationalpark ist ein sogenannter Wetland Park, er schützt ein Feuchtgebiet, welches vielen Vögeln als Aufenthalt dient. Auch in diesem Park ist lediglich ein kleiner Teil befahrbar, dieser ist aber umso schöner. Also machten wir uns auch heute um 05:30 auf den Weg, damit wir rechtzeitig in den Park einfahren konnten.
Wiederum begleitete uns derselbe Fahrer wie schon gestern im Yala Nationalpark mit seinem Allradfahrzeug. Er kennt noch den kleinsten Vogel mit Namen und verfügt zudem über eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe. Wir staunten manchmal, wie er einerseits auf der sumpfigen Piste einen Weg suchte und plötzlich anhielt, um uns auf ein Tier aufmerksam zu machen, welches er irgendwo in einem Busch bemerkte.

Ein erster Eindruck der Wetlands.

Verdorrte Bäume sind gute Standorte für Vögel, davon später mehr.

Wie auch für diesen Pfau, der sich in der Morgensonne wärmt.

Auch diesem Purple Heron gefällt dieser Standort, er behält so jederzeit den Überblick.

Für diesen Common Kingfisher braucht es keinen Baum, ihm genügt ein verdorrtes Zweiglein.

Dem jungen Cinnamon Bittern genügt auch ein liegendes Schilfrohr. Die Hauptsache ist, dass sein Standort nahe am Wasser ist, damit er jederzeit zuschlagen kann, wenn sich ein Fisch in seine Nähe wagt.

Ein Wiedehopf rettete sich schnell auf einen hohen Ast, als wir in seine Nähe kamen.

Die verdorrte Astgabel dient dem Blue-tailed Bee-Eater als Ausgangspunkt für seine Jagdzüge.

Einer der beiden Brahminy Kite machte sich von seinem Hochsitz aus gerade auf die Jagd während der andere noch Weiterhin Ausschau hielt.

Für uns einfach ein Papagei heisst er bei Vogelkundlern Rose-ringed Parakeet. Hübsch ist er mit beiden Namen.

Zwei Orange-breasted Green Pigeon, Tauben bei uns meist grau, sind hier oft sehr farbig. Sie stellen ihr farbiges Gefieder auf einem Strauch zur Schau.

Auf der Suche nach dem Frühstück flog dieser Purple Heron von seinem Baum weg, um in der Lagune zu fischen.

Unser Parkplatz für das Bush-Frühstück lag auf einer Klippe über dem Indischen Ozean. Hier im Nationalpark ist Baden natürlich keine Option. Hier gehen die Touristen hin, um Tiere zu beobachten. Lediglich einige Einheimische fischen in dieser Gegen, da an den felsigen Küsten viele Fische zu finden sind.

Sein Frühstück zog der Grey-headed Fish Eagle gerade aus dem Wasser. Seine Beute war jedoch so schwer, dass er damit nicht fliegen konnte. Er kaufte mit dem Bauch ein und nicht mit dem Kopf!

Ein Painted Storck sucht im flachen Wasser nach seiner Leibspeise.

Eine Familie von Whistling Ducks mit sehr viel Nachwuchs.

Hier kamen wir leider um einen Augenblick zu spät. Der Pfau war gerade dabei, sein Federkleid einzupacken.

Neben Vögeln hält der Park natürlich auch noch andere Tiere bereit: Ein Black-faced Monkey beschaute uns ganz argwöhnisch. Als ich den Auslöser drückte, waren seine Augen gerade geschlossen.

Früchte dieser Feigenkakteen sind offenbar eine Leibspeise dieser Purple-faced Monkeys. Sie klettern auf diesen stachligen Dingern herum, wie wenn sie gegen diese Stacheln immun wären. Ich wäre schon nach kurzer Zeit arg verstochen. Ist dies der Preis der Evolution?

Unserer Fahrer bemerkte dieses Chamäleon am Rand der Piste und wartete, bis das Tierchen diese überquert hatte. Für mich eine gute Gelegenheit, dieses zu fotografieren.

Leguane leben sowohl auf Bäumen als auch am Boden. Termitenhügel sind beliebte Wohnhöhlen für diese kleinen Monster. Dieses Exemplar mass etwa einen Meter, gut die Hälfte davon ist sein langer Schwanz.

Die andere, viel gefährlichere Echse lebt nur im Wasser. Mit etwa 3 m Körperlänge stellt dieses Krokodil für viele Tiere eine Bedrohung dar, wenn sie zu nahe ans Wasser gehen. Kleinere Büffel, Hunde und ab und zu auch Menschen werden so leicht zur Beute.

Der letzte Vogel des Tages ist ein Ibis, die in den Sumpflandschaften mit grosser Sicherheit zu finden sind. Auch auf den neu angesäten Reisfeldern fressen sie allerlei Getier weg.

Den Schlusspunkt setzt eine Motte, die ich in unserem Hotel fotografierte. Sie würde sogar unserem Verteidigungsminister gefallen, ist sie doch für die „beste Armee der Welt" schon richtig eingekleidet.
Für an der Vogelwelt Sri Lankas Interessierte gibt es den Field Guide to the Birds of Sri Lanka. Damit konnten wir bis jetzt die meisten der Vögel einwandfrei identifizieren und lernten zudem viel über ihre Lebensweise.
