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- Kategorie: Fast ein Tagebuch
Renovation unseres Hauses
Anfang Mai 2012 renovierten wir unser Haus. Der Parkett war schon länger nicht mehr schön, da einige Pflanzen Wasserschäden verursachten und sich zudem viele Stellen dunkel verfärbten. Der Parkett war zudem Hochglanz versiegelt, was ihn unangenehm spiegeln liess. Die Wände wiesen einige grobe Risse auf, welche durch Setzungen des Untergrundes hervor gerufen wurden. Zudem war die Farbe auch nicht mehr wirklich weiss, sondern eher gräulich.
Also liessen wir uns die Arbeiten offerieren und vergaben diese schliesslich an zwei Unternehmer, von denen ich später noch schreiben werde.
Im April räumten wir unsere Möbel weitgehend leer, damit diese einfacher aus dem Haus gezügelt werden konnten. Viele Zügelschachteln nahmen den Inhalt auf. Bereits am Dienstag, 24. April 2012 half uns unser Freund Bruno beim Abhängen der Bilder sowie beim Tragen der Schachteln in den Keller. Am Freitag, 27. April 2012 halfen uns dann unsere Freunde Elsa und Heinz zusammen mit Erwin, einem ebenfalls langjährigen Bekannten von Elsa und Heinz.



Die beiden Männer bugsierten die Möbel aus dem Haus. Teilweise fanden diese einen temporären Aufenthalt auf der Terrasse oder in der Garage. Zwei USM-Gestelle verbringen die Zeit vor der Tiefgarage, dicht in Blachen gepackt. Elsa half Brigitte beim Verräumen der übrigen Schachteln und des Grossteils unserer Pflanzen.
Da wir während der Bauzeit nicht im Haus bleiben wollten, suchten wir einen Aufenthaltsort in der Nähe und fanden diesen in einer Ferienwohnung im Litzibuech, nur etwa 2 km Luftlinie von unserem Haus entfernt.

Das Chalet ist Teil eines kleinen Weilers von Oberwil-Lieli, mitten in einer kleinen Ebene gelegen. Abseits von allen grösseren Strassen gelegen, wird die Gegend häufig von Rehen besucht. Die Nähe machte mir möglich, häufig im Haus zu sein und den Verlauf der Arbeiten zu dokumentieren.

Neben dem Haus hätten wir einen schön gelegenen Sitzplatz gehabt, doch war das Wetter meist zu kühl, um draussen zu sitzen.
Teil 1: Parkett
Als erstes begann der Parkettleger mit seinen Arbeiten. Am 30. April 2012 legte Peter Kym (Leider keine Website, aber

Die Küche wurde als erstes dicht verschlossen, damit der Schleifstaub nicht in sämtliche Ritzen der Schränke und Schubladen dringen konnte.

Der Kleiderschrank im Schlafzimmer wurde ebenfalls abgedichtet, die Spalten wurden mit Klebeband verschlossen.

Als erstes wurden 8.5 m2 defektes Parkett heraus gebrochen und anschliessend durch neues Holz ersetzt. In diesem Bild ist noch der Glanz des Lackes und die unangenehme Spiegelung zu sehen.

Hier sind die neuen Parkett-Teile bereits eingebaut, sie sind dank der viel helleren Farbe deutlich zu sehen.

In einem nächsten Schritt wurde der gesamte Parkett abgeschliffen. Etwas mehr als 1 mm fiel diesem Schritt zum Opfer. So sind dann aber sämtliche Parkett-Teile auf derselben Höhe und die ganze Fläche ist absolut eben. Der verfärbte Lack wurde ebenfalls entfernt.

Nun ist die ganze Fläche des Obergeschosses fertig geschliffen. Es bleiben noch das Untergeschoss sowie die Treppe.

Nach Grundieren der ganzen Fläche wird der Boden noch zweimal versiegelt. Hier das Schlafzimmer nach dem ersten Arbeitsgang.

Nach zweimaligen Versiegeln zeigt sich im Obergeschoss der neue Parkett in schönstem Licht. Ein leichter matter Glanz und die insgesamt viel hellere Farbe zeichnen den neuen, alten Boden aus. Die Stelle rund um die Säule war am stärksten defekt, nun ist rein gar nichts mehr von den Schäden zu sehen.

Ein Blick ins Wohnzimmer ebenfalls nach den abgeschlossenen Parkettarbeiten.
Die Arbeiten fanden nach einer guten Woche ihren planmässigen Abschluss. Dies allerdings nur, weil Herr Kym auch den Samstag in seine Arbeitswoche einschloss. Vielen Dank für diesen grossen Einsatz!
Teil 2: Malerarbeiten
Der Montag 7. Mai 2012 sah dann unseren Maler, Herrn Marcel Strebel (Website) die Arbeit aufnehmen.

Malen besteht offensichtlich nicht nur aus hantieren mit Pinsel und Rolle. Zuerst muss alles was keine Farbe aufnehmen soll, sauber abgedeckt werden. Selbstverständlich als erstes der eben fertig renovierte Parkett, dieser soll keine Farbflecken abkriegen und auch nicht durch Werkzeug zerkratzt werden. Die Fenster werden ebenfalls grossflächig mit Plastik-Folie abgedeckt.

Ein Blick in den Gang des Untergeschosses mit abgedeckter Treppe und dem Treppengeländer.

Die Lampen bei der Treppe konnten wir nicht entfernen, also wurden sie sauber eingepackt.

Ein nettes Detail, welches auf die Sorgfalt bei den Arbeiten hindeutet, sind diese Karton-“Schirme“ für die Lichtschalter. So kriegen auch die Lichtschalter-Tasten keine Farbflecken! Sauberes Abdecken sorgt auch dafür, dass nach Abschluss der Arbeiten nicht noch viel geputzt werden muss. Clevere Vorsorge!

Die Schränke des Schlafzimmers wurden mit einer modernen Folie verhüllt. Diese Folie ist statisch aufgeladen und zieht sich so selbstständig am Möbel fest. Moderne Technologie hilft auch hier.

Die Lavabos im Badezimmer sind unter der Plastik-Folie nur noch schwach erkennbar. Auch der Plattenboden ist sauber zugedeckt.

Ein Hauptgrund für die Renovation waren die vielen Risse, welche sich im Laufe der Zeit an den Wänden bildeten. Dies war einer der ganz schlimmen.

Auch dieser Riss sieht gefährlich aus. Zudem wuchs er im Laufe der letzten Jahre laufend weiter.

Schon ist der Riss zugegipst. Auf eine sogenannte Vernetzung - Anbringen eines feinen Netzes auf der Wand und anschliessendes Verschleifen - verzichteten wir, da unsere grossen Wände dafür einen riesigen Aufwand verursacht hätten. Zudem gäbe es auch so keine Garantie, dass keine neuen Risse aufträten.

In der vollständig eingepackten Küche kümmert sich Herr Strebel um das Fenster und die Risse rund um den Rahmen.

Im Schlafzimmer kümmert sich ein Mitarbeiter von Herrn Strebel auch noch um die feinsten Risse zwischen Wand und Decke.

Auch im Badezimmer werden die Risse akribisch ausgebessert.

Voll konzentriert wird mein Büro neu gestrichen. Einer streicht die Grenze zwischen Wand und Decke mit einem kleineren Pinsel vor. Der andere behandelt die grossen Fläche mit der Rolle.

Herr Strebel findet sogar noch Zeit, während des Malens mit dem kleinen Pinsel einen neuen Auftrag detailliert zu besprechen. Akquisition muss eben auch unter Tags sein!

Das Obergeschoss ist bereits nahezu fertig gestrichen, nur die Säulen sind noch weiss. Diese erhalten erst am Freitag die definitive, rote Farbe.

Im Schlafzimmer erhalten die Wände den zweiten Anstrich mit der Rolle.

Eine weitere Mitarbeiterin von Herrn Strebel nimmt sich der Säule im Obergeschoss an. Viermal muss die Farbe aufgetragen werden, bevor das richtige Rot deckend ist. Die ehemals weisse Farbe ist zu stark.
Am Montag, 14. Mai 2012 entfernen die Maler noch die Abdeckungen bevor sie die Böden noch sauber reinigen. Bereits am Abend zügeln Brigitte und ich die ersten Gegenstände zurück ins Haus, bevor wir die Matratzen aus dem Keller holen und die erste Nacht im neu renovierten Haus verbringen.
Am Dienstag werden schliesslich die grossen Möbelstücke ins Haus verfrachtet. Wieder helfen uns Elsa und Heinz, Erwin kann diesmal nicht mit von der Partie sein. Ich fand aber eine Website, über die ich einen starken Helfer fand, der Heinz gut zur Hand ging. Schon nach wenigen Stunden waren die Sachen im Haus und den Rest der Woche verbrachten Brigitte und ich mit dem Wieder-Einrichten.
Unser Sofa sowie unsere Wohnzimmer-Stühle liessen wir nach vielen Jahren auffrischen. Die Firma Kleebauer leistete ebenfalls einen Super-Job, die Möbel passen sehr gut ins neu renovierte Haus!
Nach etwas mehr als zwei Wochen war die Renovation abgeschlossen. Weniger Aufwand als befürchtet und ein sehr schönes Resultat sind die Ergebnisse. Trotzdem sind wir froh, dass diese Aktion nun vorbei ist. Bis zum nächsten Mal!
Bilder des fertig renovierten Hauses veröffentliche ich absichtlich keine, ein Besuch vor Ort ist allemal besser, zumal dann auch noch eine Flasche Wein getrunken werden kann.
PS: Gerne empfehle ich beide Handwerker weiter, eine
