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- Kategorie: Vietnam 25
Stoppover in Beijing auf dem Hinflug
Nach einem ruhigen Flug von Mailand nach Beijing mussten wir die Zollformalitäten hinter und bringen. Dank meiner Rollstuhl-Begleitung ging dies ohne anstehen und bald schon waren wir vor dem Flughafen. Uns erwartete erst einmal hervorragendes Wetter.

Kurz vor Sonnenaufgang zeigte sich der Himmel wolkenlos mit tiefroter Färbung gegen den Horizont. Das geschwungene Dach des modernen Hauptstadtflughafens zeichnete eine schöne Form im Morgenlicht. Die im Voraus gebuchte Reiseleiterin erwartete uns zusammen mit ihrer Fahrerin für die Tour zur Chinesischen Mauer sowie zu einem der berühmten Ming-Gräber. Also nichts wie los zu diesem für uns beide neuen Erlebnissen!

Die Great Wall of China wurde auf den Hügelzügen für rund 22’000 km gebaut. Vom Parkplatz aus ging es mit einem Sessellift hinauf zur Bergkette. Am frühen Morgen war es noch einigermassen frisch, doch die Sonne wärmte sehr schnell.

An dieser Stelle wurden grosse Stücke der Mauer restauriert. Das Bauwerk zieht sich über die Hügelketten bis zum Horizont und dann noch weiter.

Hier besteht die Mauer aus behauenen Steinen. An anderen Stellen sind es wiederum nur Erdwälle. Ein unglaublicher Aufwand für den Schutz vor den feindlichen Stämmen! Alle etwa 100 m gab es Wachhäuser, die heute zugänglich sind. Unsere Führerin erzählte uns, dass die Bauarbeiter, welche während des Baus starben, jeweils einfach in der Mauer bestattet wurden. Damit sei die Mauer wohl auch der weltweit grösste Friedhof. Se non e vero, e ben trovato!

Die Mauer folgt meist der höchsten Stelle der Bergkette. Vieles des Baumaterials musste von unten her hochgetragen werden. Eine gewaltige Leistung!
Anschliessend ging es weiter zur Besichtigung einer weiteren grossen Sehenswürdigkeit rund um Beijing.

Wir besuchten eines der Kaisergräber aus der Ming Zeit, dem Ding-Mausoleum. Es wurde 1590 fertiggestellt und bedeckt eine Fläche von 180’000 m2. Das erste Gebäude ist schon ziemlich beeindruckend.

Eine nächste, noch viel grössere Halle schliesst sich an einen grossen Platz an.

Eine Statue des Kaisers fehlt selbstverständlich nicht in der grossen Halle. Stellst sich so der Orange im Weissen Haus sein Grabmahl vor? Mal sehen, das fehlende Gold lässt sich auch später noch anbringen.

Auch die Halle selbst ist nicht von schlechten Eltern: gigantische Säulen, eigentlich Stämme der sehr seltenem Eisenholzbäume, tragen die beiden riesigen Dächer.

Nochmals ein grosser Platz durchquert der Besucher, um zu diesem Tor zu gelangen. Dieses sollte man nur beim Herausgehen aus der Anlage durchschreiten. Von wegen Rückkehr aus der Unterwelt ins Leben. Das haben Paul und ich selbstverständlich so gemacht. wir wollen schliesslich beide noch einiges erleben.

Ein weiteres imposantes Gebäude schliesst die Anlage ab. Ein ausladender Sockel wird von einem mehrstöckigen Gebäude abgeschlossen.
Damit ist die Anlage aber keineswegs zu Ende. Hinter dem letzten Gebäude liegt der eigentliche Grabhügel, wo der Kaiser zusammen mit zwei seiner Ehefrauen begraben liegt. Diese Gräber sind öffentlich nicht zugänglich.
Anschliessend an den Besuch brachte unser Team uns wieder zum Flughafen, wo wir in der Lounge auf den Weiterflug nach Ho Chi Minh City warteten.
