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- Kategorie: Vietnam 25
Nochmals eine Flussfahrt auf dem Mekong bei Can Tho

Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Stadtzentrum, wo wir eine gemütliche Fahrt durch das Mekongdelta machen wollten. Unser Fahrer hatte eine ganze Sammlung von kleinen, lustigen Figuren auf dem Armaturenbrett. Zu den GRAB und Taxifahrern in Vietnam: Die weitaus meisten fahren sehr behutsam und angenehm. Die Fahrzeuge sind ausnahmslos sauber geputzt und häufig auch moderne Elektroautos. In diesem ausserordentlichen Verkehrsgewühl haben wir keinen einzigen Unfall gesehen. Es gibt auch fast keine Fahrzeuge mit Beulen oder Kratzern.
Die Bootsfahrt führte uns zuerst durch kleine Seitenkanäle durch einen Teil des Deltas. Insgesamt legten wir in 3.5 Stunden 22 km auf dem Wasser zurück. Eine angenehme Fahrt, ganz ohne Stress. Den Abschluss machten wir dann im 'richtigen' Mekong.
Unser Fahrer sprach leider kein Wort Englisch, was die Kommunikation verunmöglichte. Wir buchten die Tour bei einer Organisation, die den lokalen Bootsführern ein zusätzliches Einkommen verschafft. Die meisten von ihnen fahren normlerweise nur am frühen Morgen zum Floating Market und dann ist meist Schluss mit Arbeit. Unser heutiger Fahrer war zufällig genau jener, der uns gestern früh zum Markt fuhr.

Am Fluss sind viele Häuser aus Wellblech zusammengesetzt. Der Lebensstil der hiesigen Bewohner ist eher einfach. Im Wasser treibt leider viel Plastik und anderer Abfall, der schliesslich im Meer landet. Hier ist von Umweltschutz noch nicht allzu viel zu spüren.

Ab und zu gab es auch Farbtupfer, wie diese kleine Werft für die von den Einheimischen genutzten Boote.

Viele im Delta einheimische Frauen tragen noch die typischen Spitzhüte, immer ein schönes Fotomotiv.

Kaum verliess unser Boot die grösseren Kanäle, tauchten wir in eine ganz andere Welt ein. Dichter Pflanzenbewuchs bis ans Wasser verdeckten den Blick auf die dahinter liegenden Häuser und Gärten.

Nochmals drei Damen mit ihren Hüten. Für die Vietnamesen ist es aktuell eigentlich viel zu kalt, alle sind dick eingepackt. Die 29° sind einfach zu wenig. Verwöhntes Volk!

Als wir aus den kleinen Kanälen in den Hauptfluss einfuhren, kam schon die Can Tho Bridge ins Blickfeld. Eine beeindruckende Konstruktion mit 2’750 m Gesamtlänge und dem Mittelstück, dass freitragend 550 m überspannt. Darunter ist mit 39 m noch genügend Abstand zum Wasser, dass auch grosse Schiffe problemlos durchfahren können. Die beiden Pylone sind je 175.3 m hoch!

Noch einen letzten Blick von der Seite, bevor wir unter der Brücke hindurchfuhren. Eine schöne, entspannte Cruise kam zu ihrem Ende.
Morgen verlassen wir Can Tho und fliegen kurz vor Mittag auf die Insel Phu Quoc, wo wir ein Hotel direkt am Meer gebucht haben. Ich bin gespannt, wie sich die Insel seit meinem letzten Besuch 2017 entwickelt hat.
