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- Kategorie: Mexico 10 / 11
Ab in die Höhe!
Poza Rica, unser heutiger Ausgangspunkt liegt auf 50 m.ü.M., nun sind wir in Puebla auf 2'200 m.ü.M. Die nächsten Tage werden wir in dieser Höhe verbringen, denn das mexikanische Hochland liegt weitgehend so hoch. Erst wenn wir an den Pazifik fahren, geht es offensichlich wieder tiefer.
Den späteren Nachmittag genossen wir am Zocalo bei einem kühlen Bier, denn die Temperatur lag auch auf dieser Höhe um 18:00 Uhr noch bei 25 Grad. Sehr angenehm!

Der erste Eindruck dieser grossen Stadt war sehr positiv, obwohl wir nur zu unserem Hotel fuhren und dann noch zum Zocalo gingen. Die Häuser sind meist zwei- oder dreigeschossig und zumindest im Zentrum schön renoviert.

Rund um den Hauptplatz gibt es viele Strassencafes, in denen es sich gut sitzen und die Leute beobachten lässt. Wie überall in Mexico findet ein Grossteil des Lebens auf der Strasse statt, das hängt vermutlich nicht nur mit dem schönen Wetter zusammen, sondern auch mit der Qualität und der Grösse der Wohnungen.

Unterwegs trafen wir auf eine Gegend, wo viele grosse Agaven wuchsen. Noch selten sahen wir so imposante Pflanzen. Leider fand sich kein genügend kleines Exemplar, das wir hätten ausgraben und mitnehmen können. So blieb uns nur ein Bild zum Grössenvergleich.

Der höchste Punkt der heutigen Etappe und vielleicht auch der ganzen Reise war auf 2900 m.ü.M.. Interessanterweise stand selbst auf dieser Höhe noch dichter Nadelwald, 20 m hohe Pinien standen dicht beieinander.

Einige Strassenkehren weiter unten hatten wir einen ersten Blick auf den Popocatepetl, den mit 5452 m zweithöchsten Berg Mexikos. Ich musste ihn im Gegenlicht fotografieren und konnte ihn anschliessend nur mit viel Nachbearbeitung überhaupt sichtbar machen. Immerhin lässt sich die immer präsente Rauchfahne noch knapp erahnen.

Wieder im Gegenlicht sind hier der Popocatepetl und sein Bruder, der Ixtaccihuatl (5285 m) zu sehen. Schönere Bilder der beiden Berge werden wir sicher in den nächsten Tagen von Puebla aus sehen.

Auf der anderen Strassenseite befindet sich der Pico de Orizaba (5746 m), der höchste Berg Mexikos. Er sieht von unserem Standpunkt aus gar nicht sehr gross aus, der Standort des Fotografen liegt allerdings auch schon auf etwa 2700 m.ü.M. Die Waldgrenze liegt nicht sehr weit unterhalb des Gipfels, in der Gegend um die 3500 m!
EDIT: Der Berg ist nicht der Pico de Orizaba, er heisst La Malinche und ist "nur" 4460 m hoch.
Das heutige Nachtessen gefiel uns neben dem ausgezeichneten Geschmack auch wegen der sorgfältigen Präsentation, deshalb hier auch mal mit Bildern. Das ganze Menu war nicht wirklich mexikanisch, aber aus lokalen Zutaten frisch und innovativ zubereitet. Ein Lob dem Koch im Restaurant unseres Hotels in Puebla!
Vorspeisen:

Carpaccio de berenjena con reduccion de balsamico (Aubergine)

Ensalada de Lechuga, queso de cabra, manzana y nuez en vinagreta de vino tinto (Salat mit Ziegenkäse, Apfel und Nüssen an Rotwein Vinaigrette)
Hauptgänge:

Huachinango con nopal asado, camaron aguachile y guacamole (Fischfillet mit Kaktusblatt, Crevetten und Guacamole)

Camaron gigante con champinon con mouse de queso de cabra (Riesencrevette mit Champignon und Mousse von Ziegenkäse)
