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Nach Oaxaca durch einen Kakteengarten

Am frühen Morgen zeigte sich der Popocatepetl heute nochmals von seiner schönsten Seite. Damit fiel uns der Abschied von Puebla leichter und wir machten uns auf den langen Weg nach Oaxaca. Einmal mehr über die Nebenstrassen und nicht über die Autobahn unterwegs, wussten wir, dass wir nahezu 360 km zu fahren hatten. Nachts wollten wir auf keinen Fall unterwegs sein, also hiess es früh losfahren.

Beim üblichen WC-Halt bei einer Pemex-Tankstelle bemerkten wir diesen seltsamen Fluchtweg. Übers Dach flieht es sich bei einem Problem an der Zapfsäule nicht wirklich gut. Mit dem Kopf durch die Wand hilft aber sicher auch nicht weiter.

Bei Tehuacan erlebten wir auf dem Zocalo noch ein Sonntagskonzert, wo das Orchester einige klassische Stücke zum Besten gab. Natürlich durfte auch hier der Ballonverkäufer nicht fehlen, ebenso wenig wie der Verkäufer von allerlei Leckereien. Uns fiel schon oft auf, dass die Mexikaner riesige Schleckmäuler sind. Ab und zu zeigt sich diese Vorliebe für Süsses auch in der Figur …

Nach nahezu der Hälfte der Strecke begann die Fahrt durch einen Kakteengarten. Dieses Exemplar ist gute 6 m hoch und dies bei einem riesigen Durchmesser. Wie alt er wohl sein mag?

Diese kleinen Knöllchen zeigten sogar noch kleine, violette Blüten. Neben all den Riesen gehen die kleinen Kakteen nahezu unter und nur dank intensiver Beobachtung bemerkt man sie überhaupt.
UPDATE: Heute gestanden mir meine zwei Reisebegleiter, dass sie mich mit diesem Bild betrogen haben. Die Blüte stammt von einem Strauch und wurde in schändlicher Absicht hier platziert.

Diese Opuntien kommen in dieser Regelmässigkeit natürlich nicht in der Natur vor, es sind Setzlinge für Nopales, die jungen Blätter der Feigenkakteen, welche in Mexico häufig als Salat gegessen werden. Nopal hat gekocht einen schleimigen Saft, der widerlich schmeckt. Dank Mitkochen von einer Kupfermünze soll dieser Schleim jedoch verschwinden, meint auf jeden Fall Elsa, Ottos Haushälterin. In den meisten Restaurants, wo wir Nopal bisher assen, scheint dieser Trick zu klappen, oder die Köche verwenden gerade Kupferpfannen.

Ein ganzer Wald der imposanten Säulenkakteen, deren wissenschaftlicher Name ich nicht weiss. Auch mit meinem Laienwissen gefallen sie mir ausgezeichnet.

Neben allen Kakteen und vielen anderen Bäumen und Sträuchern setzt dieser Baum einen auffallenden Farbtupfer. Auch diesen Namen weiss ich nicht.
Nach einer angstrengenden Fahrt erreichten wir kurz nach dem Einnachten Oaxaca und fanden unser Hotel dank des Navis auf Anhieb
