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- Kategorie: Mexico 10 / 11
Zum Cañón del Sumidero
Ausserhalb von Tuxtla de Gutierrez liegt eine eindrückliche Schlucht, der Cañón del Sumidero. Der Fluss hat hier im Laufe der Äonen eine imposante Schlucht in die Felsen gefressen. Die höchsten Wände messen je nach Quelle zwischen 800 und 1000 m.

Die Fahrt von Puerto Arista führte uns zuerst durch einen veritablen Garten. Einige Mangobäume waren gerade in voller Blüte, während andere gerade reife Früchte trugen. In Mexico werden die Mangos häufig auch noch grün geerntet und dann zusammen mit Salz gegessen.

Mit der Sierra Madre im Hintergrund ist auch dieser Baum voller rosaroten Blüten. Um was für einen Baum es sich handelt, fanden wir nicht heraus. Die Blüten gefielen uns auch so.

Die Cumbretum-Sträucher waren ebenfalls schön farbig. Hier sind die Blüten in allen Stadien zu sehen: Die Knospen sind noch bräunlich, die frisch ausgetriebenen Blüten sind hellgrün, während die älteren Blüten dunkelrot sind.

Den Eingang des Cañón markiert diese Brücke, die Fels-Wände zu beiden Seiten sind hier noch nicht sehr hoch.

Hier sind die höchsten Wände, zwischen 800 und 1000 m über dem Wasserspiegel. Der Grund des Sees liegt an dieser Stelle auf etwa 150 m.

Diese Formation von Kalkablagerungen heisst Christmas-Tree, Weihnachtsbaum. In der Regenzeit entsteht hier ein Wasserfall, welcher für die Ablagerungen sorgt. Das gelbe Boot am Fuss des Felsens fasst um die 20 Personen!

Ein Flusskrokodil misst hier gute 2.5 m in der Länge, es wärmt sich hier am Ufer auf. Wir sahen an unterschiedlichen Orten Krokodile. Diese lösten bei den mexikanischen Mitpassagieren auf dem Boot jeweils ein riesiges Kreischkonzert aus.

Ein eher betrübliches Kapitel in Mexico ist die Basura, der Müll. Allgegenwärtig liegt er am Strassenrand, wo immer eine Möglichkeit zu einem Halt besteht. Hier in der Schlucht wurden letztes Jahr von Juli bis Dezember 4'500 Tonnen gesammelt und entsorgt. Dies ist weitgehende der Müll, welcher auf dem Wasser treibt und gesammelt werden kann. Der Müll auf dem Grund wird hier nicht mitgezählt. Dieser wird auch nicht entsorgt.
In Mexico muss noch viel Erziehungsarbeit geleistet werden, bevor sich in dieser Hinsicht grundlegendes ändert. Immerhin entsetzten sich heute einige der Mitpassagiere über den Müll, hoffentlich regt diese Erfahrung sie zum sorgfältigeren Umgang mit der Natur an.

Brigitte (!!) wollte heute unbedingt wieder einmal Fleisch essen, also machten wir uns auf die Suche nach einem entsprechenden Lokal. Das Fleisch war auch sehr gut, ebenso wie die Beilagen. Zum Dessert bestellten wir eine Crepe, die so schwierig in der Zubereitung war, dass sich gerade 3 eher leichtbekleidete Damen und ein Kellner um sie kümmern mussten.

Das Resultat überzeugte dann aber voll und ganz.
