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In Richtung Tuxtla Guitierrez in Puerto Arista gestoppt
Der Weg von Huatulco bis Tuxtla war uns heute zu weit, wir planten deshalb schon von Beginn weg in Puerto Arista einen Zwischenstopp einzulegen. Als dann in etwa der Mitte des Weges ein Dorfbonze beschloss, die Strasse für einen Protest vollständig zu sperren, verloren wir noch eine gute Stunde, bis wir weiterfahren konnten. Unglaublich, wie sich ein Dorftrottel so aufspielen kann und die einzige Nord-Süd-Verbindung entlang der Küste einfach so schliessen kann!

Ein Cumbretum-Strauch blühte direkt neben der Strasse und dank der Sperre konnten wir ihn problemlos fotografieren. Bei rollendem Verkehr ist jedes Stoppen entlang der Strasse leider fast unmöglich.

Diese Pflanze kennen wir alle drei nicht, die Blüte sieht aber sehr dekorativ aus, fast schon künstlich.

La Ventosa, die Windige, heisst eine kleine Ortschaft auf dem Weg beim Isthmus, der schmalsten Stelle Mexikos. Hier ist der Kontinent in Mexico zwischen Pazifik und Golf von Mexico am schmalsten. Früher gab es mal Pläne, hier einen Kanal zu graben, welcher die Route zwischen Ost- und Westküste des amerikanischen Kontinentes verkürzen sollte. Offensichtlich liegt dieser aber nun in Panama, hunterte Kilometer südlich von hier. La Ventosa ist heute aber ein Zentrum für Windenergie, einige 100 Windgeneratoren sind hier unablässig aktiv.

La Ventosa liegt weit weg von jeder grösseren Ortschaft und von der erzeugten Energie geht sicher viel beim Transport verloren. Wohin die Leitungen führen, weiss ich nicht. Der Verlust wiegt auch nicht so schwer, da die Energiequelle unerschöpflich ist. Im Internet fand ich unter anderem auch diesen Artikel, wo einige interessante Tatsachen zum Projekt stehen und auch Kritik geäussert wird.

Noch viele Generatoren mehr sind in Planung, einige werden zur Zeit gerade gebaut. Hier ragen erst mal die Masten in den Himmel, die Windräder liegen noch in Einzelteilen auf dem Boden.

Der heutige Vollmond ging gerade noch kurz vor dem Sonnenuntergang am Horizont auf, die untergehende Sonne färbt die Palmen kitschig schön rot.

Den Schlusspunkt setzte heute die Sonne, welche tiefrot im Pazifik direkt vor unserem einfachen Hotel versank. Ein spezieller Gedanke an unseren Freund Dani, der Sonnenuntergänge sehr liebt.
