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- Kategorie: Mexico 10 / 11
Zurück ins Flachland
2'200 m lag unser Hotel in San Cristobal de las Casas über dem Meeresspiegel, nun sind wir in Palenque auf nur noch 80 m. Dazwischen liegt nur eine grössere Ortschaft, Ocosingo. Die Strasse hinunter in die Ebene reiht einmal mehr Kurve an Kurve und streckenweise auch Schlagloch an Schlagloch. Für die 220 km rechnet das Navi mit 5 Stunden, für uns waren es dann gute 9. Allerdings mit einem Unterbruch von nahezu 3 Stunden in einer Maya-Ruinen Stadt.

In der Nähe von Ocosingo liegt Toninà, eine grossartige Maya-Ruine, welch nur von wenigen Reisenden besucht wird. Die meisten Ausländer besuchen Palenque und fahren dann weiter nach San Cristobal. Da wir auf unserer heutigen Fahrt noch genügend Zeit hatten, statteten wir ihr heute einen lohnenden Besuch ab.

Besonders eindrücklich ist die grosse Pyramide, die 60 m hoch ist und von deren Spitze man einen schönen Ausblick über die Gegend am Fuss der Sierra geniesst. Toninà war von 400 bis 900 n.Chr. bewohnt.

Anschliessend an den Besuch in der Anlage und das Besteigen der Pyramide durch Otto und Brigitte genehmigten wir uns noch einen Imbiss im nahegelegenen Restaurant. Gegenüber des Restaurants bemerkten wir ein Pferd, welches mit einer speziellen Vorrichtung angebunden war. Die Seile erlaubten es dem Tier nicht, mit dem Kopf den Boden zu erreichen und so das lockende Gras abzufressen. Unser Führer meinte, dies sei ein Mittel, das Pferd vom Fressen abzuhalten und so seine Fitness zu erhalten.

Wir bestellten meine mexikanische Leibspeise, Quesadillas. Mehl-Tortillas gefüllt mit leckeren Käse und auf dem Comal, einem heissen Blech schön knusprig gebraten. Gerade als sie aufgetragen wurden, meinte Otto, für mich wäre eine Vorrichtung wie beim Pferd sicher auch sinnvoll. Er liess mich dann aber meinen Anteil doch ohne diese Folter geniessen. Soviel zu unserem Reisegefährten ...
