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Palenque - Maya Ruinen im Regenwald
Heute lag Palenque wörtlich im Regenwald, sogar im Nieselregenwald! Bei angenehmen Temperature nieselte es am frühen Morgen leicht. Trotzdem besichtigten wir die Ruinenstadt, nicht zuletzt in der Hoffnung, nicht allzu viele Touristen zu treffen und auf baldigen Sonnenschein.

Die Hoffnung auf die Sonne erfüllte sich leider nicht, die Zahl der Touristen hielt sich hingegen in Grenzen. Teile der Anlage lagen in einem leichten Nebel, was ihnen einen mystischen Anschein verlieh. Das dunkle Grün der dichten Vegetation verstärkte den Eindruck noch zusätzlich.

Einer der bekanntesten Ruinen-Teile wird ebenfalls fast vom Urwald wieder in Beschlag genommen. Die gesamte Anlage wurde erst vor wenigen Jahren wieder entdeckt und erst teilweise wieder frei gelegt. Der Dschungel würde die Strukturen in kurzer Zeit wieder vollständig zudecken, wenn die Pflanzen nicht stark gerodet würden.

Diese Pyramide liegt zentral im Herzstück der Anlage. Auch sie hebt sich von dahinter liegenden Wald hell ab. Der Wald ist hier sehr dicht. er besteht aus mächtigen Urwaldriesen, welche die hohen Gebäude wie Zwergenspielzeug aussehen lassen.

Eines der wenigen in der Anlage zu besichtigenden Reliefs ist eine Replika, das Original steht im Museum beim Eingang in den Park.

Ein Giant Elefant Ear (Colocasia gigantea) hat Blätter von wirklich gigantischen Ausmassen. Brigitte reicht kaum bis zum eigentlichen Blatt, der Stengel ist schon beinahe länger. Das feucht-warme Klima scheint dieser Pflanze zu gefallen, so dass sie bis zu dieser Grösse wächst.

Am Nachmittag blieb das Wetter auf der eher feuchten Seite, zwar ohne richtigen Regen aber mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Wir machten deshalb noch kleine Rundtour durch die Gegend rund um Palenque. Plötzlich bemerkte Otto auf einem Baum eine grosse Echse für welche wir stoppten. Mit den Feldstechern zeigten sich noch mehrere Exemplare dieser etwa einen Meter langen Leguane. Sie ernähren sich von den Blättern und Früchten dieser Bäume und klettern deshalb in die Höhe.

Palmöl Plantagen finden sich in dieser Ebene häufig, grosse Landflächen wurden mit den Palmen bepflanzt, die das begehrte Palmöl produzieren. Palmöl wird sowohl zu Nahrungszwecken als auch in der Industrie eingesetzt. Detaillierte Infomationen zu diesem interessanten Naturprodukt gibt es hier.

Einen anderen, kaum wegzudenkenden Rohstoff liefern diese Bäume. Die Stämme werden eingeritzt, worauf ein weisser Saft zu fliessen beginnt. Dieser wird in den kleinen, am Baum befestigten Gefässen gesammelt und anschliessend zu Kautschuk weiterverarbeitet. Auch dafür werden grosse Flächen mit den Gummibäumen bepflanzt.
