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- Kategorie: Canarias 20
Zur neuen Unterkunft bei Puerto de la Cruz
80 km trennten uns heute von unserem Hotel im Süden der Insel bis La Matanza in der Nähe von Puerto de la Cruz im Norden. Dazwischen liegt der Teide, der höchste Berg Spaniens. Für heute entschlossen wir uns, ihn zu umrunden und auf der Autobahn entlang des Meeres zu bleiben. Mit dem Auto benötigten wir dafür etwas mehr als eine Stunde. Zuerst fuhren wir aber in die Stadt, da es für das Airbnb noch zu früh war.

Im Stadtzentrum suchte ich einen Parkplatz und als wir ausstiegen, sah ich auf der anderen Strassenseite eine Ladestation. Die e-Mobilität beginnt auch auf den Kanaren, auch wenn es erst wenige Stationen gibt. Auf dem Weg hierhin fuhren wir sehr vielen Wind-Generatoren vorbei, welche ihrerseits einen Teil des notwendigen Strom erzeugen. Elektroautos sah ich erst ganz wenige.

Ein erster Bummel durch die Altstadt zeigte uns einen schönen Kontrast zwischen der Gegend rund um Playa de las Americas und dieser kleinen Stadt. Im Süden leben in der künstlichen Touristen-Stadt fast ausschliesslich die Nordländer und auch viele Kampftrinker. Hier hingegen viele Einheimische und auch eine kleinere Anzahl von Touristen sowie auch nord-europäischer Dauergäste. Die Gegend ist sehr beliebt für Langzeit-Aufenthalte aus den kälteren Gebieten.

Ein hübsches, älteres Gebäude gefiel mir vor allem wegen der intensiven Farben. Eine Kapelle? Die Antenne auf dem Dach sprechen eher dagegen, das Kreuz wieder eher dafür. Oder dienen die Antenne gar der göttlichen Kommunikation? Der genaue Verwendungszweck liess sich nicht erraten.

Ein kleiner Hafen im Zentrum diente heute auch als Badeanstalt. Einige Unerschrockene nutzten das ruhige Wasser hinter der Mole für ein ganz sicher erfrischendes Bad im Atlantik. Die alten Häuser sind ansprechend renoviert, was sicher auch mit dem Tourismus-Geld zu tun hat. Damit lassen sich viele öffentliche Aufgaben finanzieren. Umso wichtiger wäre es, wenn dieser bald wieder zunehmen würde, wonach es leider zur Zeit nicht aussieht.

Ausserhalb der Hafen-Mole trifft der Atlantik mit seiner vollen Wucht auf das Land. Die Gegend im Hintergrund ist voller hübscher Villen und auch kleinerer Ferienhäuser. Auch unser Airbnb liegt in jener Gegend. Wir hausen auf knapp 200 m.ü.M. mit einer schönen Sicht auf das Meer.

Nach Sonnenuntergang erstrahlte der Himmel noch schön rot. Die Wolken, welche sich im Laufe des Nachmittags über der Insel bildeten, zogen wieder ab. Sogar der Teide, der höchste Berg Spaniens, liess sich zum Schluss des Tages noch blicken.
