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- Kategorie: Canarias 20
Altstadtbummel in Puerto de la Cruz
Die Wettervorhersage für den heutigen Sonntag war sehr schlecht. Dicke Bewölkung und sogar etwas Regen lautete die Prognose. Umso erfreuter waren wir, als uns der tiefblaue Himmel erwartete. Wir machten uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Puerto de la Cruz, um die Altstadt näher anzusehen.

In Pueeto de la Cruz gibt es an vielen Häusern grosse Gemälde, als Beispiel eines davon. Interessant ist für mich die Vielfalt an unterschiedlichen Baustilen und -epochen. Im Vordergrund eines der alten Häuser, welches dem Zahn der Zeit noch einigermassen standgehalten hat, auch wenn es die eine oder andere Auffrischung vertragen könnte. Das Bild fand ich zwar handwerklich gut gemacht, es liess mich aber eher kalt.

Sogar die Kühe in den Schaufenstern haben hier Maskenpflicht. Es fällt auf, dass hier alle Spaziergänger Masken tragen, sowohl Einheimische als auch Touristen halten sich an die Vorschriften. Ausser beim Sitzen im Café und Restaurant muss überall eine solche getragen werden.

Gestern publizierte ich ein ähnliches Bild und spekulierte, hier ist nun der Zweck klar: Es ist eine kleine Kapelle, welche eine wohlhabende Familie gestiftet hat.

Dieses schon etwas in die Jahre gekommene Haus in ist gut im Schuss, der oder die Inhaberin liebt offenbar Pflanzen und die blaue Farbe.

Zwischen zwei Hauseingängen gibt es bei diesem Haus eine Verzierung, auf der einen Seite wohnt offenbar eine Florentina, jedenfalls ist das Haus nach einer solchen Dame benannt.

Eine Bar wirbt mit einem Seemann für Kundschaft. Gestern machten wir in diesem Lokal eine interessante Erfahrung: Kaum nahmen wir draussen unter einem Sonnenschirm Platz, kam die Kellnerin und fragte überzeugt, ob sie uns zwei Cortado bringen solle. Interessanterweise war es gerade das, was wir bestellen wollten. Als ich sie fragte, wie sie das erraten hätte, meinte sie, wir hätten dies schon am Vortag so bestellt. Seltsam, es war unser ersten Besuch in dieser Stadt, offenbar Zufall.

In diesem Haus beim alten Hafen ist heute das Museum für zeitgenössische Kunst untergebracht. Früher war es das Zollhaus. Zölle waren schon früher ein einträgliches Geschäft, mit dem sich solch stattliche Häuser erbauen liessen.

Masken, Masken und noch mehr Masken stehen hier zum Verkauf. Die Epidemie hat einigen Händlern viele Chancen eröffnet. Neben den billigen Einweg-Masken, 50 Stück zu 8.50 € gibt es unzählige weitere Exemplare. Immerhin machen so einige findige Unternehmer ihr gutes Geschäft.

Ein weiteres Gemälde an einem Haus zeigt einen Beruf, der schon seit vielen Jahren nicht mehr notwendig ist. Die heutigen Laternen funktionieren mit Elektrizität und werden zentral ein- und ausgeschaltet. Der ehemalige Laternenanzünder wird nicht mehr gebraucht.

Zum Schluss noch ein lustiges Bild: Eine Wäscheleine, auf welcher die Bienen ihre Socken zum Trocknen aufhängen.
