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Besuch in der ehemaligen Hauptstadt von Teneriffa - San Christóbal de la Laguna
1496 wurde hier der Grundstein für eine Stadt gelegt, welche zeitweise sogar die Hauptstadt aller Kanarischen Inseln wurde. 1582 wurde sie von der Pest heimgesucht, während jener Epidemie starben zwischen 5 und 9’000 Menschen. Und dies bei nicht einmal ganz 20’000 Einwohnern auf der Insel. 1723 verlor San Cristóbal auch noch den Status als Hauptstadt von Teneriffa, welche nach Santa Cruz wechselte.

Wie in allen spanischen Städten gibt es auch hier unzählige Kirchen, diese eher schmucklose heisst Nuestra Señora de La Concepcion.

Die Strassen im Zentrum sind allesamt mit Platten belegt und sehr sauber. Die meisten Häuser der Innenstadt zeugen von viel Geld, welches in der Stadt vorhanden ist. Tourismus gibt es hier wenig, die Spanier sind hier weitgehend unter sich. Es gab heute aber insgesamt nicht sehr viele Leute und immer wieder fuhr die Polizei mit Lautsprechern durch die Stadt. Sie ermahnten die Bewohner und Touristen, dass das Virus immer noch hier sei und dass man sich an die Regeln halten solle: Abstand, Hände waschen, Masken. Ein irgendwie gespenstiges Erlebnis.

Diesem Hausbesitzer kann man nicht vorwerfen, er hätte etwas gegen die blaue Farbe. Im Parterre ist ein Kaffee eingerichtet, die heute eher kühlen Temperaturen hielten uns von einem Besuch ab, wir suchten uns ein Kaffee, wo wir drinnen sitzen konnten.

Auch hier ist die Festbeleuchtung weitgehend schon aufgehängt. Nur will im Zusammenhang mit der aktuellen Situation noch keine entsprechende heitere Stimmung aufkommen. Und wenn dann der Himmel grau bleibt, trägt das auch nicht unbedingt zur guten Festlaue bei. Die Sonne kam immer mal wieder zwischen den Wolken hervor und sobald sie da war, wurde es schnell angenehm warm. Lediglich unter dem grauen Himmel mit einem kühlen Wind haben wir uns wärmere Temperaturen gewünscht.

Das Convento de Santa Catalina de Siena ist nahezu fensterlos. Schon 1524 wurde dieses Frauenkloster geplant, errichtet wurde es aber erst 1611. Der Turm auf der rechten Seite hat oben eine hölzerne Struktur aufgesetzt, von dort aus können die Nonnen auf die Strasse sehen, ohne dass sie selber von unten gesehen werden können. Die armen Dinger!
