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- Kategorie: Canarias 20
Besuch beim Teide, dem höchsten Berg Spaniens
Heute erwartete uns ein tief-blauer Himmel, auf dem sich von unserem Hotel aus keine noch so kleine Wolke zeigte. Also nichts wie auf zum Teide, dem mit 3715 m höchsten Berg Spaniens. Am 18. November 1909 fand der letzte Ausbruch des Vulkans statt, jedoch nicht am Hauptgipfel, sondern an einem kleinen Nebenkrater. Seither ist es ruhig geblieben … Gerade heute wird er wohl nicht ausbrechen.

Wir entschieden uns, den Berg von Norden her anzufahren und dann über die Südflanke zurück zur Unterkunft zu kehren. Von oberhalb von El Sauzal aus war der Gipfel heute frei, ein Wolkenkranz lag auf etwa 1500 m wie ein Band um den Berg.

Die Wolken liegen offenbar häufig auf dieser Höhe und dementsprechend grün ist die Landschaft. In dieser sogenannten Corona Forestal wachsen die kanarischen Pinien, eindrückliche Bäume. Diese holen mit ihren langen Nadeln viel Feuchtigkeit aus den Wolken und sorgen so für das verbreitete Grün.

Ein interessante Gesteinsformation gibt es hier zu sehen: Diese Basalt-Formation wird Piedra de la Rosa genannt, Steinerne Rose. Die sich abkühlende Lava hat hier diese Formen hervorgebracht. Basalt-Strukturen sind meist senkrecht stehend, hier liegen sie für einmal nahezu waagrecht.

Was soll uns wohl dieses Schild sagen? Bei einem Centro de Visilantes gibt es einen Rundweg durch die lokale Vegetation. Für den Behinderten ist es eine Sackgasse? Na ja. Zun Fuss kamen wir wieder problemlos zurück zum Parkplatz.

Die gigantische Caldera liegt auf etwa 2000 m.ü.M., sie misst 17 km im Durchmesser! Ein Rückstand früherer vulkanischer Aktivitäten, der aktuelle Gipfel steigt aus dieser Caldera hoch.

Auf einem Busch bemerkte ich diesen Vogel, den ich leider mit meinem iPhone nur knapp fotografieren konnte. Doch die Spitze des Teide im Hintergrund entschädigt für den kleinen Würger (Lanius meridionalis). Sobald ich versuchte, noch näher an den Vogel zu gelangen, flog er auf und davon.

Zeugen früherer Ausbrüche stehen überall in der Landschaft, immer wieder gibt es damit interessante Bilder mit dem Gipfel im Hintergrund. Wie es hier wohl ausgesehen hat, als der Gipfel entstand? Es war hier wohl nicht sehr gemütlich. Es ist aber doch schon einige Jährchen her.

Auch hier gibt es Azulejos, genau wie jene auf Gran Canaria, über welche ich hier (Klick mich!) berichtete.

Zum Schluss noch der Rückblick auf den Vulkan, bevor wir wieder ans Meer fuhren. Eine wunderbare Landschaft und unter einem stahlblauen Himmel noch viel schöner.
Nun verbringen wir die letzen Tage auf Teneriffa mehr oder weniger rund um unsere Unterkunft in Playa de las Americas. Wir kennen die Gegend mittlerweile recht gut und werden lediglich einige Spaziergänge am Meer unternehmen, sowie die Restaurants für die Nachtessen auskundschaften. Am kommenden Mittwoch fliegen wir zurück in die Schweiz. Aus der nahezu Corona-freien Zone zurück in die Corona-Hölle!
