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- Kategorie: Canarias 21
Zwei Trottel wollen César Manrique besuchen
Heute wollten wir einem der wichtigsten Kanaren unsere Ehre erweisen und César Manrique (Wikipedia) besuchen. Das Haus, in welchem er während vieler Jahre wohnte, liegt in Tahiche, wenige Kilometer von Arrecife, der Inselhauptstadt, entfernt. Manrique war Maler, Architekt, Bildhauer und überhaupt ein Künstler, der die Insel stark geprägt hat.. Unter anderem geht das Verbot von Hochhäusern auf ihn zurück, er wollte zusammen mit einem Vertreter der Lokalregierung Lanzarote möglichst intakt erhalten. Mehr als zweigeschossige Häuser findet man heute nur sehr selten auf der Insel.
Die Fundación César Manrique in Tahiche ist seinem Werk gewidmet, Covid hat uns auch hier einen Strich durch die Rechnung gemacht: Bis auf Weiteres geschlossen! Wir hätten uns eben auch vorrangig im Internet informieren können, Hätte, sollte, … Fakt ist, wir standen wie begossene Pudel da.

Wir entschlossen uns deshalb, die Hauptstadt Arrecife anzusehen. Immerhin waren heute im Stadtzentrum die Geschäfte geöffnet. Wir fuhren ins Zentrum und zu meinem Erstaunen stellte ich fest, dass hier den Mittelpunkt explizit als solcher markiert wird. Soll keiner sagen, er hätte das Zentrum nicht gefunden! Bei all meinen Reisen habe ich so ein Schild noch nie angetroffen. Es gibt sonst immer nur Wegweiser ins Zentrum, hier ist aber effektiv ein Punkt ausgezeichnet.

Ein Meeresarm, der Charco de San Ginés, ist ein nahezu rundes Becken, rund um welches Restaurants angelegt sind. Auch hier gibt es einen Paseo, auf welchem man das Becken umrunden kann. Im Wasser steht das Skelett eines Bryde’s Wals (Balanenoptera edeni), ein junges Weibchen von 11 m Länge und geschätzten 8 t Gewicht, welches 1995 vor Teneriffa gestrandet war. Das Skelett steht hier, um auf die Wichtigkeit des Artenschutzes hinzuweisen.

Die Gegend rund um den Charco ist angeblich eine der beliebtesten Wohngegenden von Arrecife mit hohen Wohnungspreisen. Bei Sonnenschein ist die Gegend natürlich noch viel schöner. Als wir uns in eine Bar setzten, begann es gerade wieder zu regnen, glücklicherweise aber nicht sehr lang und auch nicht sehr intensiv, nach wenigen Minuten war der Spuk vorbei.

Heute war zur Zeit unseres Besuchs gerade Ebbe und viele der kleinen Fischerboote lagen auf der Seite.

Es ist hier verboten, Exkremente liegen zu lassen. Ob Fido das wohl lesen kann? Er schient sich jedenfalls über sein Häufchen zu freuen, auch wenn ihn das bis zum 600 € kosten könnte.
