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Besuch in der ältesten Stadt der Kanaren, Teguise
40 km von unserem Hotel entfernt liegt Teguise, die älteste Stadt der Kanaren, welche 1428 hier gegründet wurde. Die ehemalige Hauptstadt Lanzarotes liegt auf 360 m.ü.M. ziemlich genau in der Mitte der Insel.

Der heutige Tag war wie der April in der Schweiz: Immer wieder Sonnenschein, doch ab und zu auch wieder ein leichter Regenschauer. Bei einem solchen Intermezzo entstand auch dieser Regenbogen, der sich gerade schön über einem der unzähligen Vulkane spannt.

Teguise selber gilt als eine der schönsten Städte der Kanaren. Das Zentrum ist sehr gut erhalten und die meisten der Häuser sind ansprechend renoviert. Die Touristen bringen viel Geld in die Stadt, was sich wiederum im hübschen Ortsbild spiegelt. Eine der vielen Kirchen im Zentrum ist ebenfalls gut im Schuss.

Die meisten der Häuser sind einstöckig und erinnerten uns an unseren Besuch in San Pedro de Atacama in Chile im November 2019.. Die dortige Kolonialarchitektur gleicht der hiesigen Bauweise. Die Weihnachtsbeleuchtung hängt noch immer in den Strassen.

Die weissen Mauern verbunden mit den eingelassenen schwarzen Steinen geben den Häusern eine gestrenge Ansicht. Was wohltuend auffällt ist, dass keine der Mauern mit blöden Sprüchen und Grafitis verunstaltet ist.

Im Zentrum gibt es eine kleine Bar, die Bodeguita del Medio, welche ihr weltbekanntes Vorbild in Havanna auf Cuba hat. Dort war sie eines der Lieblingslokale von Ernest Hemingway, als er dort lebte und seine Mojitos trank. Obwohl es heute eher kühl war, sassen viele Gäste im Freien an den Tischen und fühlten sich so mindestens gedanklich in der Karibik.

Ich fühlte mich gedanklich mindestens teilweise in Afrika, als ich diesen Löwen sah. Unter normalen Umständen hätte ich heute sicher echte Löwen im Krüger Nationalpark in Südafrika fotografiert. So bleibt es beim bronzenen Exemplar als Wächter vor der Kirche.

Auf Lanzarote gibt es an einigen Stellen die Möglichkeit, die Vulkanlandschaft auf dem Rücken eines Kamels zu erkunden. Dieses lustige T-Shirt zeugt von diesen beliebten Touristen-Aktivitäten.

Dieses Bild braucht keine grossen Kommentare.

Noch eine letzte Kirche in der Nähe unseres Parkplatzes, bevor wir uns auf die Rückfahrt machten. Während unseres Besuchs in Teguise hielt sich die Sonne an die Abmachungen und sandte ihre Strahlen in die Stadt, so dass wir trocken wieder abreisen konnten. Auf der Rückfahrt änderte sich das Bild aber bald, ein leichter Nieselregen fiel fast pausenlos.

Gegenüber der letzten Kirche steht in einem kleinen Park ein schönes Exemplar der für die Kanaren typischen Drago-Bäume.

Die Rückfahrt führte uns durch eine der schönsten Landschaften Lanzarotes, die sogenannte Geria. Hier wird in der Vulkanasche der begehrte Malvasia angebaut. Der meist trockene Weisswein wächst in Mulden, welche in den Sand gegraben wurden. Aktuell sind die Reben erst teilweise grün, schliesslich ist auch hier aktuell noch Winter.

Die Mulden dienen einerseits dem Windschutz und andererseits auch dem Sammeln des hier spärlichen Niederschlags. So erhalten die Reben das nötige Nass, um den Wein zu produzieren. Die Reben werden bis weit hinauf an die Hänge der Vulkankrater angebaut.

In einigen der Kuhlen wachsen auch Feigenbäume, welche allerdings mehr wie Sträuchern aussehen. Die ganze Landschaft sieht eher unnatürlich aus, der Wein mundet aber hervorragend!
