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- Kategorie: Canarias 21
Vom Norden in den Süden von Fuerteventura
Gestern Sonntag war es soweit: Wir verliessen den Norden der Insel bei Corralejo und fuhren ganz in den Süden nach Morro Jable. Wir liessen die Fahrt gemütlich angehen, zumal das Wetter am Morgen noch nicht besonders war. Das sollte sich im Laufe des Tages aber ändern.

Ausgangs von Corralejo gibt es wunderbare Strände, welche vor den Dünen im Hinterland liegen. In der Gegend gibt es aber leider auch einige hässliche Bauruinen. Ein solches Betongerippe steht wohl schon länger so in der Landschaft.

Auch bei dieser grossen Siedlung scheint das Geld für den Weiterbau ausgegangen zu sein. Alles leer und mit einer grossen Mauer umgeben. Einige Mauern in den vorgesehenen Wohnungen sind schon mit Grafitis versaut.

Die Dünenlandschaft erinnert mich an viele weite Strecken in der Sahara. Kies und Sand abwechslungsweise, dazwischen einige spärliche Büsche.

Bei dieser grossen Anlage fehlt ebenfalls das Geld, nicht einmal für die Entsorgung des Schandflecks reicht es. Sogar die restlichen Baumaschinen sind schon verrostet und können wohl nur noch eingeschmolzen werden. Tourismus-Leichen wie aus dem Buch, ein sehr schlechtes Beispiel für falsch gelaufene Entwicklung und dies erst noch viel vor Corona.

Kurz vor unserem Ziel klarte das Wetter auf, der Himmel erstrahlte im schönsten Blau und die Temperatur stieg auf angenehme 22°. Der grosse Leuchtturm wirft allabendlich sein Licht über die Gegend.

Die Sicht von unserem Appartement, auf unserer Terrasse lässt es sich angenehm frühstücken, wenn nur die Sonne nicht immer so in den Augen blenden würde! Am späteren Nachmittag geht die Sonne hinter unserem Haus unter und dann fällt die Temperatur rasant.

Das kleine Dorf lebt fast ausschliesslich vom Tourismus, entlang des Meeres gibt es einen Weg, der seinerseits von vielen Restaurants und Bars gesäumt ist.

Im Hafen der Stadt legen neben den Fähren nach Teneriffa und Gran Canaria auch Fischerboote an, welche hier ihren Fang anlanden. Sie verlangen mit grossen Spruchbändern gerechte Fangquoten für den Tuna, welcher in diesen Gewässern offenbar häufig gefangen wird. Und eben nicht nur von den Kanaren.

Der feine Sandstrand hier im Süden gilt als der schönste Strand der Kanaren. Insgesamt sollen es 22 km ununterbrochene Strandlinie sein, welche man abwandern könnte. Mein Radius ist dafür zu begrenzt.

Der Blick zurück nach Morro Jable von unserem heutigen Umkehrpunkt aus. Hier gibt es viele Deutsche Touristen, auch Russen gibt es einige. Im Norden wiederum sind vor allem Engländer die Feriengäste.

Bevor wir in unser Appartement zurückkehrten, liessen wir uns noch ein Bier mit einigen Pimentos de Padrón servieren. Die schmecken mit einem Ozean im Hintergrund und 22 Grad doch noch besser, als in Lieli.
